Der Autobauer Daimler ernennt seinen neuen China-Vorstand früher als erwartet. In der nächsten Aufsichtsratssitzung am 12. Dezember soll nicht nur der Beschluss gefasst werden, den Vorstand von sieben auf acht Personen zu erweitern. Auch das neue Mitglied werde an diesem Tag ernannt. "Der Name steht fest", hieß es aus Konzernkreisen. Ein Sprecher kommentierte die Information nicht.
Das neue Mitglied soll mit der Autorität eines Vorstands das China-Geschäft von Daimler in Schwung bringen. Auf dem strategisch wichtigen Markt vergrößert sich der Abstand zu den Rivalen Audi und BMW . Denn die Pkw-Sparte Mercedes-Benz hat zu wenig Verkaufsstellen, den Händlern standen außerdem zeitweise zu wenig Autos zur Verfügung.
Eine Ursache für die Misere ist die Vertriebsstruktur. Bisher arbeitet Mercedes mit zwei unterschiedlichen Großhandelspartnern zusammen. Aufgabe des China-Vorstands wird es nun sein, die Verkaufswege sinnvoll zu vereinheitlichen.
Vor Daimler hat bereits VW einen Vorstandsposten für China eingerichtet. Seit 1. September kümmert sich der ehemalige Lkw-Vorstand Jochem Heizmann um den Wachstumsmarkt.