Der Autohersteller DaimlerChrysler ist offenbar bereit, auf die geplante Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Prag zu verzichten. Für das Festhalten am bisherigen Standort Ludwigsfelde fordert der Konzern jedoch Zugeständnisse der Mitarbeiter.
Derzeit werde darüber verhandelt, das neue Zentrum für Rechnungswesen in Brandenburg statt in der tschechischen Hauptstadt anzusiedeln, berichten die "Stuttgarter Nachrichten" vorab aus ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf den Betriebsratsvorsitzenden der Konzernzentrale, Jörg Spies. Das Zentrum könne am DaimlerChrysler-Standort Ludwigsfelde angesiedelt werden.
Dem Bericht zufolge knüpft DaimlerChrysler den Verzicht auf die Verlagerung nach Prag aber an Zugeständnisse. So soll für die Verwaltungsmitarbeiter in Ludwigsfelde nicht der Metall-Tarifvertrag, sondern eine im Jahr 2004 abgeschlossene Hausvereinbarung für Dienstleistungen gelten, die unter anderem eine 39-Stunden-Woche vorsehe. Eine Konzernsprecherin habe nicht zum Stand der Verhandlungen Stellung nehmen wollen, hieß es weiter.
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