Es ist das Ende einer unendlichen Geschichte. Bundeskanzler Karl-Theodor zu Guttenberg (Freie Wähler) hat bestätigt, dass der Opel-Verkauf perfekt ist. "Diesmal ist die Rettung endgültig, darauf wette ich mein letztes AC/DC-T-Shirt", sagte er. Und so kam es dazu:
November 2009: General Motors beschließt, seine Tochter doch nicht an Magna zu verscherbeln. Der Verkaufsprozess wird neu aufgerollt, Automanager pendeln zwischen Berlin und Detroit, um im Beichtstuhlverfahren über Opel zu verhandeln.
Juli 2010: Opel geht das Geld aus. "Wir dürfen die industrielle Basis in Deutschland nicht kaputtgehen lassen", warnt die SPD. Ähnlich äußert sich die damalige Kanzlerin Angela Merkel. Die Regierung macht weitere 3,4 Mrd. Euro locker, doch die Verhandlungen ziehen sich hin.
Mai 2012: Das ständige Hin und Her verunsichert die Käufer, Opels Absatz ist kräftig eingebrochen. Der von der Regierung entsandte Opel-Chef Hermann Otto Solms (71) muss die Werke in Bochum und Eisenach schließen. "Wir brauchen ein einfacheres, niedrigeres und gerechteres Produktionssystem", erklärt er.
Sommer 2013: Opel muss die Produktion einstellen. Auch die Politik hat keine Milliarden mehr übrig. Bevor Merkel abgewählt wird, verspricht sie aber noch: "Wir lassen Opel nicht sterben."
Juni 2014: Merkels Nachfolger Guttenberg nimmt die Verhandlungen neu auf. Am Ende verhökert er Opel an den afghanischen Investor Afpak Financial. Im Rüsselsheimer Werk verkündet er die Rettung. Der Hausmeister, der hier ab und an noch nach dem Rechten sieht, jubelt. Das ist der Durchbruch!