Entwickelt in den USA, gebaut in Korea
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Um diesen Imagewandel zu erreichen, wird die neue Modellgeneration nun eigens von Chevrolet entwickelt. Gebaut werden aber auch die neuen Modelle größtenteils weiterhin in Korea. "Unsere größten Rivalen in Europa waren bislang Skoda, Seat, Fiat, Citroën und Kia", heißt es in Brannons Präsentation. "Mit dem neuen Chevy Cruze können wir künftig aber auch Ford, Toyota und vielleicht sogar VW angreifen." Neben
Ford und
Toyota dürfte dann auch Opel zu den direkten Konkurrenten zählen - auch wenn Brannon die deutsche Schwester nicht ausdrücklich nannte. Im Jahr 2011 wird Chevy dann sogar einen neuen Siebensitzer in den Handel bringen, der bei Größe und Preis weitgehend dem deutschen Opel Zafira entspricht: den Chevrolet Orlando.
Anders als in Westeuropa genießt Opel in Russland, aber auch in osteuropäischen Ländern wie Polen, ein deutlich höheres Ansehen. "In Russland ist die Gefahr, dass Chevy und Opel einander in die Quere kommen, nicht so groß wie anderswo", sagte der Chevrolet-Sprecher. "Chevy ist dort mit einem Marktanteil von acht Prozent die größte ausländische Marke. Und Opel steht für deutsche Ingenieurskunst und zählt zum Premiumsegment."
Um in Westeuropa das eigene Image aufzupolieren und die Modellpalette weiter auszubauen, will Chevrolet dort ab dem Frühjahr 2011 auch den legendären amerikanischen Sportwagen Camaro anbieten. "Wir wollen den Camaro über unser ganz normales Händlernetz verkaufen", kündigte Brannon an. Die Mehrheit der Chevrolet-Händler in Deutschland hat zugleich auch Opel-Fahrzeuge im Angebot - und bietet damit den direkten Vergleich zwischen den Schwestermarken unter einem Dach. Zwischen Opel Corsa und Chevy Aveo könnte künftig auch noch ein sogenanntes US-Musclecar stehen. Bislang können Kunden in Europa den Camaro ebenso wie den Mustang von Ford nur über Importeure aus den USA bestellen. Beide Autos strotzen vor Kraft und sind Retro-Modelle ihrer legendären Vorgänger aus den 60er-Jahren. "Ein Teil unserer Kunden verbindet die Marke Chevrolet mit der großen Freiheit und dem Wilden Westen", sagte der Sprecher. "Da passt der Camaro gut ins Bild."
Um neben den Rennfahrern auch die umweltbewusste Klientel bedienen zu können, will GM das Elektroauto Chevy Volt ab November 2011 auch in Europa anbieten. Einen Preis für den Volt, der parallel mit einem Elektro- und einem Benzinmotor ausgestattet ist, hat der Konzern bisher noch nicht genannt. Branchenkenner rechnen mit rund 40.000 Euro.