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Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deAuch den Erfolg von E-Autos durch eine "unerträglicher Smogbelastung" in Städten herbeizureden ist genauso überzeugend, wenn man Cholera lobt, weil man mit der Pest zu kämpfen hat. E-Autos werden nicht CO2-Emissionen reduzieren. Sie haben zwar den großen Vorteil, dass Elektromotoren einen sehr hohen Wirkungsgrad haben (bis zu 80 Prozent). Dies hebt sich jedoch auf, wenn bei einem Wirkungsgrad von 35 Prozent im Kraftwerk der Strom für E-Autos produziert wird. Die Vertreter von E-Autos, wenn sie sich überhaupt bewusst sind, dass für E-Autos Strom produziert werden muss und die sicherlich keine "zero-emission"-Fahrzeuge sind, verweisen dabei immer darauf, dass der Strom natürlich mit Wind- oder Solarkraftwerken hergestellt würde, was im "fortschrittlichen" Deutschland und Dänemarkt zu maximal 8 Prozent des Gesamtstromaufkommens der Fall ist, der überwiegende Anteil aber mit fossilen Energierträgern hergestellt wird, ganz zu schweigen von China, wo im letzten Jahr pro Woche (!) ein Kohlekraftwerk ans Netz geschalten wurde. E-Autos werden in den falsch informierten und informierenden Medien immer als "grün" dargestellt, was nicht den Tatsachen entspricht. (der einzige Grund, weswegen E-Autos vielleicht CO2 reduzieren, ist, dass sie keine Reichweite, Performance, Sicherheit, etc. haben, ein reduziertes Fahrzeuggewicht haben, man, abgesehen vom Tesla Roadster, bisher noch niemanden gefunden hat, der ausreichend viel Geduld gehabt hat, um herauszufinden, wie lange die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert).
Wo soll die deutsche Automobilindustrie den Trend zur Elektromobilität verschlafen haben? Deutsche OEMs waren in vielen Bereichen von alternativen Antriebstechnologien schon lange, seit den 80ern forschend tätig. Etliche E-Autos, Brennstoffzellenautos von Daimler, oder der serienmäßig herstellbare, mit Wasserstoff betriebene BMW seien nur wenige Beispiele für diese Forschungstätigkeit. Aber letztendlich entscheidet der Kunde in seiner Kosten-/Nutzenabwägung und eine ökonomische und vor allem eine ökologische Betrachtungsweise darüber, ob E-Autos Sinn machen oder.
Mit dem Autor dieses schlecht recherchierten Artikels stimme ich nur in der letzten Bemerkung überein: Es steht nicht weniger als eine deutsche Schlüsselindustrie auf dem Spiel. Genauso deswegen sollte nicht einem Hype hintergerannt werden und E-Autos auf dem Markt geworfen werden, die vielleicht maximal als Konzeptfahrzeuge auf Auto-Shows ausgestellt werden könnten. E-Autos müssen Autos sein, die von Herrn Müller-Lüdenscheidt Tag ein Tag aus genutzt werden können.
Es geht in der Tat darum, dass deutsche Hersteller ihr weltweites Renommée ausbauen, aber eben durchdacht und gemessen nach den Kriterien von Praktikabilität, Performance, Sicherheit, Kosten und Umweltverträglichkeit. Und genau da sehe ich keinen Wettbewerbsvorteil von anderen Herstellern.