Ford in der Krise:Gewerkschaft stimmt Einschnitten zu
Die US-Autogewerkschaft UAW hat niedrigeren Löhnen bei dem Autokonzern zugestimmt. Zudem darf Ford die Zahlungen in den Krankenversicherungsfonds für Rentner zur Hälfte mit Aktien begleichen. Das setzt die Konkurrenz unter Zugzwang.
Die Mitglieder der größten US-Autobauer-Gewerkschaft UAW haben den ausgehandelten Einschnitten bei Ford zugestimmt. Knapp 60 Prozent der Arbeiter stimmten am Montag dem Sparkonzept zu, das unter anderem niedrigere Löhne vorsieht. Außerdem darf Ford seine Zahlungen in den Krankenversicherungsfonds für Ruheständler künftig zur Hälfte mit Aktien bestreiten.
Dadurch kann der zweitgrößte US-Autohersteller bei Bedarf seine Finanzdecke schonen. Das Ergebnis zeige, dass die Arbeiter zu schmerzhaften Zugeständnissen bereit seien, um die Krise zu überwinden, sagte der UAW-Vizepräsident Bob King.
Um nicht ins Hintertreffen zu geraten, müssten sich Fords Rivalen General Motors und Chrysler mit der UAW auf ähnliche Abkommen einigen. Der Sonderausschuss von Präsident Barack Obama für die kriselnde Autobranche besichtigt derzeit Werke der beiden Hersteller. Die beiden Konzerne müssen bis Ende des Monats ihre Überlebensfähigkeit unter Beweis stellen, um weitere Staatshilfen zu bekommen. Ein zentraler Punkt ist, die im Vergleich zu Konkurrenten wie toyota hohen Kosten für Personal und Sozialleistungen zu senken.
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