Der Umsatz stieg dank des Autozulieferers Faurecia um knapp sieben Prozent auf 59,91 Mrd. Euro. Alle übrigen Unternehmen der Gruppe, neben Faurecia der Logistiker Gefco und die Finanzdienstleistungen, lieferten positive Gewinnbeiträge.
Varin schraubte das im Herbst ausgegebene Sparziel um 200 Mio. Euro auf eine Mrd. Euro nach oben. Gespart werden soll im Einkauf und bei den Mitarbeitern. Mehrere tausend Jobs stehen auf der Kippe. Zudem sollen Geschäftsanteile im Wert von rund 1,5
Mrd. Euro verkauft werden. Für den Logistiker Gefco wird nach Investoren gesucht. Die Schulden sollen im laufenden Jahr von zuletzt 3,4 Mrd. Euro drastisch reduziert werden
Den europäischen Markt sieht Varin 2012 um fünf Prozent schrumpfen. Dabei dürfte der französische Markt mit zehn Prozent stärker zurückgehen. Wachstumschancen ergeben sich dagegen in China, Lateinamerika und Russland.
Der französische Staat hatte PSA und auch dem Rivalen Renault 2009 unter die Arme gegriffen und Milliardenkredite bereitgestellt. Die französischen Hersteller sind vom nachlassenden europäischen Markt stärker betroffen als deutsche Anbieter. Im Vergleich zu den hochpreisigen Anbietern wie BMW oder Mercedes fehlt ihnen eine international bekannte, starke Marke. Zudem sind sie auf dem boomenden chinesischen Markt deutlich schwächer aufgestellt als etwa Audi oder Volkswagen. Um dort die Marktposition zu stärken, baut PSA ein zweites Gemeinschaftsunternehmen auf.