GM's Sorgenkind:Opel verliert trotz Krise keine Marktanteile
Laut Konzernchef Reilly geht der Absatz des krisengeschüttelten Autobauers 2010 zwar zurück. Den Marktanteil von sieben Prozent wird das Unternehmen aber halten.
Der krisengeschüttelte Autobauer Opel hat trotz eines erwarteten Absatzrückgangs in Europa um neun Prozent auf 836.000 Fahrzeuge 2010 keine Marktanteile verloren. "Wir werden im Gesamtjahr unseren Marktanteil bei sieben Prozent stabilisieren", sagte Nick Reilly, Vorsitzender der Geschäftsführung der Opel GmbH, der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
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Wo Opel (noch) Autos baut
Viele Autohersteller hatten in Europa in diesem Jahr mit einer nachlassenden Nachfrage nach Pkw zu kämpfen, nachdem im Krisenjahr 2009 die Abwrackprämie den Verkauf angekurbelt hatte. "Im kommenden Jahr wird der Absatz auf 1,25 bis 1,3 Millionen Fahrzeuge zulegen, obwohl der europäische Markt voraussichtlich stagniert", kündigte Reilly an. Zudem will Opel in den nächsten drei Jahren alleine 1,5 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung neuer Motoren und Antriebe ausgeben.
Opel ist derzeit das Sorgenkind des US-Autobauers General Motors, der erst vor gut einer Woche die Rückkehr an die Börse in New York geschafft hat. Der Verlust des Rüsselsheimer Autobauers dürfte 2010 bei insgesamt 1,4 Mrd. Euro liegen, wovon etwa eine Mrd. Euro auf die Sanierung entfallen.
Auch im kommenden Jahr dürften Abfindungen im Zuge des umfangreichen Arbeitsplatzabbaus das Opel-Ergebnis massiv belasten. "Der Verlust wird bei knapp einer halben Mrd. Euro liegen und entsteht durch die Restrukturierungskosten", sagte Reilly. Im eigentlichen Kerngeschäft mit dem Bau und Verkauf von Autos will der Manager dagegen wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen.
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