FTD.de » Unternehmen » Industrie » Autoindustrie » ManU-Deal wird GMs Marketingchef zum Verhängnis
Merken   Drucken   30.07.2012, 13:16 Schriftgröße: AAA

Joel Ewanick: ManU-Deal wird GMs Marketingchef zum Verhängnis

General Motors setzt einen seiner Top-Manager vor die Tür. Der umstrittene Marketingchef Joel Ewanick muss gehen. Ewanick habe die Erwartungen nicht erfüllt, teilte der US-Autobauer mit. Damit dürften aber keine fachlichen Unzulänglichkeiten gemeint sein.
© Bild: 2012 DPA-Bildfunk/ Jeff Kowalsky
General Motors setzt einen seiner Top-Manager vor die Tür. Der umstrittene Marketingchef Joel Ewanick muss gehen. Ewanick habe die Erwartungen nicht erfüllt, teilte der US-Autobauer mit. Damit dürften aber keine fachlichen Unzulänglichkeiten gemeint sein.

Nach nur zwei Jahren im Amt ist Schluss für den Marketingchef des Opel-Mutterkonzerns General Motors .

Joel Ewanick war nur zwei Jahre Marketingchef bei GM   Joel Ewanick war nur zwei Jahre Marketingchef bei GM

Joel Ewanick habe das Unternehmen verlassen, teilte der US-Autobauer am Sonntag mit. Er habe die Erwartungen nicht erfüllt, die das Unternehmen an seine Mitarbeiter stelle, sagte ein Firmensprecher, ohne ins Detail zu gehen. Der Spitzenmanager war für das weltweite milliardenschwere Werbebudget verantwortlich. Hintergrund dürften keine fachlichen Mängel sein, Ewanick gilt seit seiner Zeit bei Hyundai als Spitzen-Marketingmanager. Ein Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Ewanick habe über gewisse finanzielle Details aus dem Marketing-Deal mit Manchester United nicht vorschriftsmäßig berichtet. Ewanick selbst wollte gegenüber Reuters per Mail keinen Kommentar dazu abgeben.

Auch das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass sein plötzlicher Abgang mit dem neuen Sponsorenvertrag von GM mit dem Verein zu tun habe. Der Club wirbt für die GM-Hauptmarke Chevrolet. Der vor zwei Monaten mit dem englischen Fußball-Rekordmeister geschlossene Kontrakt hatte für Verwirrung gesorgt.

Kursinformationen und Charts
   [ %
   [ %
  •  
  • blättern

Für den Deal wollte Ewanick auf die teure Fernsehwerbung zum Super Bowl verzichten. Das Finale der Profiliga beim American Football ist das größte Sportereignis in den USA, für das eigens Werbespots gedreht und Millionenbudgets bereitgestellt werden.

Kurze Zeit später hatte Ewanick angekündigt, keine Anzeigen mehr bei Facebook schalten zu wollen. Ínsidern zufolge gab GM im vergangenen Jahr rund 10 Mio. US-Dollar für Werbung bei dem Online-Netzwerk aus - ein Bruchteil des gesamten Reklamebudgets. Allein in den USA kauft der Autokonzern jährlich Anzeigen, Werbeplätze und TV-Sendezeiten für fast zwei Mrd. Dollar.

Erst vor wenigen Tagen war GM als weltgrößter Autohersteller von Toyota  abgelöst worden, Volkswagen  belegt nun nur noch Platz drei. In den USA ist GM weiterhin der größte Autobauer. Der Marktanteil sank jedoch im ersten Halbjahr 2012 auf 18,1 Prozent, nach 19,9 Prozent im Vorjahr.

Ewanick selbst erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter, es sei ihm eine Ehre gewesen, mit dem GM-Team zusammenzuarbeiten. "Ich wünsche jedermann bei GM das Beste." Bis auf weiteres übernimmt US-Verkaufschef Alan Batey das Amt.

05:06:08 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
    % 
    % 
    % 
  • FTD.de, 30.07.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Immobilien-Kompass
Immobilien-Kompass Deutschlands beste Wohnlagen

Preise, Mieten und Prognosen für Deutschlands Metropolen und Regionen mit detaillierten Übersichtskarten

Jetzt eigene Wohnlage prüfen

 
Anstatt FTD.de lese ich künftig ... Zum Ergebnis
Alle Umfragen
In eigener Sache
  • An Kiosks in der ganzen Republik hieß es am letzten Erscheinungstag der FTD: Zeitung vergriffen! Der Hype um die Schlussausgabe trieb merkwürdige Blüten. Der Verlag druckte 30.000 Exemplare nach. Wer keines abbekam - bestellen ist möglich. mehr

  •  
  • blättern
Zwischen Leben und Arbeiten
Work-Life-Balance

Die FTD hat zusammen mit dem GfK Verein die umfassendste bundesweite Studie zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht. Die Ergebnisse und mehr zum Thema finden Sie hier. Die Studie können Sie hier kaufen. mehr

Folgen Sie der FTD auf Twitter
Werden Sie Fan der FTD auf Facebook
  • Sie waren ein Herzstück der Zeitung und pointiert, scharf, teils brillant: Ihre Kolumnen, Leitartikel und Kommentare haben die FTD entscheidend geprägt. Zum letzten Mal: Unsere Kolumnisten sagen, was Sache ist. mehr

  •  
  • blättern
© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler