Geschätzte 240 Mio. kanadische Dollar (knapp 150 Mio. US-$) kann Chrysler nach Angaben der Arbeitnehmervertreter durch die Einigung mit der CAW jährlich einsparen.
Unter anderem machte die Gewerkschaft Zugeständnisse bei einer Reihe von Bonuszahlungen, wie etwa dem Weihnachtsgeld. Das Abkommen werde den von der CAW vertretenen Chrysler-Mitarbeitern noch an diesem Wochenende zur Annahme vorgelegt, sagte Gewerkschaftsboss Ken Lewenza.
Die Einigung mit der Gewerkschaft ist eine der Voraussetzungen, die Chrysler bis Ende April erfüllen muss, um von der US-Regierung weiter unterstützt zu werden. Außerdem soll auch eine Allianz mit dem italienischen Autobauer
Fiat geschmiedet werden. Fiat ist auch an einem Einstieg bei der GM-Tochter Opel interessiert.
Unterdessen haben sich die Gläubiger bei den Verhandlungen über eine Restrukturierung Chryslers offenbar auf die US-Regierung zubewegt. Wie am Freitag aus Kreisen verlautete, boten die Kreditgeber einen Verzicht auf fast die Hälfte ihrer Ansprüche an. Im Gegenzug für die übrig bleibenden Schulden im Umfang von 3,75 Mrd. $ wollten sie einen 40-prozentigen Anteil in einem neu strukturierten Konzern, sagte eine mit dem Vorschlag vertraute Person.
Eigentlich steht Chrysler bei den Kreditgebern mit fast 7 Mrd. $ in der Kreide. Doch die Gläubiger stehen unter der Vorgabe der Regierung in Washington, im Ringen um eine Zukunft des Autokonzerns Abstriche zu machen. Vor einigen Tagen hatten die Kreditgeber eine Schuldenreduzierung auf 4,5 Mrd. $ angeboten.
Die Regierung unter
Barack Obama hatte dem Chrysler-Management eine Galgenfrist bis zum 30. April eingeräumt, bis zu der eine Allianz mit Fiat stehen soll.