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  20.08.2009, 15:28    

Kleinere Autos: VW verordnet Porsche neue Strategie

Volkswagen treibt den Sportwagenbauer an: Konzernchef Winterkorn plant gleich drei neue Modelle, darunter auch ein kleines - eine Abkehr vom bisherigen Weg. Auch mit Suzuki hat er viel vor.

Der Luxuswagenhersteller Porsche  soll nach dem Willen des künftigen Eigentümers Volkswagen  mehr Modelle und auch kleinere Autos bauen. "Die Fantasie ist da groß, aber vorstellbar wäre ein Fahrzeug unterhalb Porsches bislang kleinstem Modell, dem Boxster", sagte VW-Chef Martin Winterkorn , dem "Manager Magazin": "Auch für den Cayenne könnte ich mir einen kleinen Bruder denken. Auch der Panamera bietet Möglichkeiten für ein zusätzliches Modell."
Damit würde sich Porsche von seiner Hochpreisstrategie wegbewegen. Mit seinen Luxuswagen erreicht der Hersteller teilweise eine Rendite von weit über 20 Prozent. Mit kleineren, margenschwächeren Modellen könnte das Unternehmen aber wohl auf höhere Verkaufszahlen hoffen. "Ich kann mir vorstellen, dass Porsche in absehbarer Zeit, 2012 oder 2013, mal auf 150.000 verkaufte Autos kommen kann", sagte Winterkorn. Das entspräche einer Verdoppelung des Absatzes von den für 2009 anvisierten 75.000. Er wollte zudem nicht ausschließen, dass es 2018 bereits 200.000 sein könnten: "Da schaun wir mal."
Volkswagen ist gerade mit seinem breiten Kleinwagenangebot erfolgreich und hat in der Krise besonders stark von den in immer mehr Ländern gezahlten Abwrackprämien profitiert.
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"Wichtig ist, dass Porsche wieder eine Führungsposition in Sachen fortschrittlicher Technik und Innovation einnehmen wird", sagte Winterkorn. Eine Neuauflage des VW-Porsche aus den 70er Jahren schloss er jedoch aus. "So etwas werden wir nie wieder machen. Das verspreche ich. Ein Porsche muss ein Porsche bleiben."
Die Aktie von Volkswagen setzte ihre Talfahrt der Vortage auch am Donnerstag fort. Die Stammaktien gaben zeitweise 7,5 Prozent auf 135 Euro nach. Auch die Vorzugspapiere verloren an Wert - zeitweilig fast acht Prozent auf 63 Euro.
Nach jahrelangem Ringen war Porsche kürzlich mit der geplanten vollständigen Übernahme von Europas größtem Autobauer gescheitert - und häufte dabei einen Schuldenberg von etwa 12 Mrd. Euro an. Nun dreht VW den Spieß um und übernimmt 42 Prozent am Sportwagengeschäft Porsches - für 3,3 Mrd. Euro. Bis 2011 will VW dann sein Kapital um etwa 4 Mrd. Euro erhöhen und das Salzburger Autohaus von den Eigentümerfamilien Porsche und Piëch für etwa 3 Mrd. Euro kaufen.

Was VW mit Suzuki plant

  • FTD.de, 20.08.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland
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