Segen für die Autobauer: Chinas Vize-Premier Li Keqiang
Branchenkreisen zufolge entfällt mehr als die Hälfte des Volumens auf Volkswagen. Der Wolfsburger Konzern wollte dies zunächst nicht kommentieren. Daimler bestätigte dagegen, dass am Freitag Verträge unterzeichnet werden sollen. "Damit formalisieren wir die mit den chinesischen Behörden in letzter Zeit vereinbarte Einfuhr von Pkw nach China", sagte ein Daimler-Sprecher. Zum Volumen und weiteren Vertragsdetails wollte er sich nicht weiter äußern.
Li traf bereits am Donnerstag in Berlin ein, wo er zunächst mit Wirtschaftsspitzen und danach mit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sprechen wollte. Am Freitag trifft sich Li, der als künftiger Ministerpräsident gehandelt wird, mit Bundespräsident
Christian Wulff , Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister
Guido Westerwelle (FDP). Unmittelbar vor seinem Besuch hatte Li in einem Zeitungsbeitrag den roten Teppich für deutsche Investoren ausgerollt und für bessere Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden weltgrößten Exportnationen geworben.
Brüderle fordert dafür einen leichteren Marktzugang deutscher Unternehmen. "Ausländische Unternehmen beklagen immer wieder einen Mangel an Transparenz und Berechenbarkeit", sagte der Minister dem "Handelsblatt".