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Merken   Drucken   01.10.2009, 20:35 Schriftgröße: AAA

Nach "Cash for Clunkers": US-Automarkt fällt zurück in die Schockstarre  

Dossier Für einige Wochen liefen die Geschäfte gut, nun ist die Abwrackprämie in den USA aufgebraucht. Die Verkaufszahlen für September bedeuten einen Rückschlag für die großen amerikanischen Autobauer. Die Deutschen kommen unterschiedlich weg. von Matthias Ruch  und Annette Berger 
Die führenden amerikanischen Autobauer erleiden in den USA einen erneuten Absatzeinbruch. Nach dem Auslaufen der staatlichen Abwrackprämie Ende August verzeichneten Ford , Chrysler und General Motors (GM) im September drastische Rückgänge.
Der Absatz des US-Autobauers General Motors  brach im September um fast die Hälfte ein. Mit 156.673 Fahrzeugen seien 45 Prozent weniger Autos verkauft worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen mit. Bei dem Konkurrenten Chrysler ging der Absatz um rund 42 Prozent zurück.
Fords Absatz fiel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,1 Prozent und damit zwar weniger stark, als der seiner US-Konkurrenten. Analysten hatten dem Autobauer jedoch mehr zugetraut. Insgesamt wurden in den USA im September 114.655 Fahrzeuge der Marken Ford, Lincoln, Mercury und der schwedischen Tochter Volvo verkauft, teilte das Unternehmen am Abend mit.
Die großen US-Autobauer hatten jahrelang auf Fahrzeuge mit hohem Verbrauch gesetzt - und hinken jetzt, da die Kunden dort sparsamere Modelle nachfragen, der Konkurrenz aus Übersee hinterher.
Die deutschen Hersteller schlugen sich unterschiedlich auf dem US-Markt. Porsche  verkaufte im September in Nordamerika 1581 Autos und damit acht Prozent mehr als im September vor einem Jahr.
BMW gewinnt, Daimler verliert
Daimler  musste hingegen einen weiteren Absatzrückgang hinnehmen. Die Verkäufe sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf 17.799 Fahrzeuge, teilte das Unternehmen mit. Dabei brach der Absatz des Stadtwagens Smart um über die Hälfte auf 814 Stück ein.
Die Kernmarke Mercedes-Benz verbuchte einen Verkaufsrückgang von knapp zehn Prozent auf 16.985 Stück. Nach einem Dreivierteljahr liegen die Verkäufe um fast ein Viertel unter dem Vorjahr. Der Absatz ging von Januar bis September von 195.454 auf 147.834 Fahrzeuge zurück.
Rivale BMW  verkaufte im September dagegen mehr Autos als im entsprechenden Vorjahresmonat. Insgesamt sei der Absatz im September um 3,6 Prozent auf 19.175 Fahrzeuge geklettert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Woodcliff Lake mit. Dabei wurden mit 15.047 Autos der Marke BMW 2,1 Prozent mehr verkauft als im Vorjahr. Der Mini steigerte den Absatz im Vergleich zum September 2008 um 9,7 Prozent auf 4128 Stück.

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