Kursinformationen und Charts
China hat für die Autobauer einen wichtigen Stellenwert. Der Markt ist neben den USA der weltweit größte. Auch dort konnten die deutschen Autohersteller zuletzt glänzen. BMW führt vor allem im Premiumsegment den globalen Markt an, noch vor
Daimler und Audi.
Dem Trend zu kleineren, leichten und verbrauchsarmen Fahrzeugen, der vor allem aus Europa angetrieben wird, steht in Amerika und Asien eine steigende Nachfrage nach besonders großen Fahrzeugen gegenüber. Experten trauen dem chinesischen Automarkt in diesem Jahr ein Wachstum von fünf bis zehn Prozent zu. Auch in den USA dürften die Verkäufe deutlich anziehen. In Europa werden sie dagegen bestenfalls stagnieren, heißt es in der Branche. Viele Beobachter rechnen sogar mit einem spürbaren Rückgang des europäischen Automarktes.
Der bayerische Konzern BMW teilte am Freitag mit, 2011 in China 232.586 Autos der Marken BMW und Mini verkauft zu haben, ein Plus von 37,6 Prozent. Der BMW-Absatz sei um 37 Prozent auf 217.068 Autos gestiegen, der Mini-Verkauf sogar um 47,7 Prozent auf 15.518. In der Region China inklusive Hongkong, Tawain und Macau seien 250.658 Autos verkauft worden, 37,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
VW will stärker wachsen als der Markt
Auch VW konnte deutlich zulegen. Der Wolfsburger Konzern verkaufte auf dem Festland und in Hongkong 2,26 Millionen Autos, 17,7 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte VW mit. Auf die Marke Volkswagen seien 1,72 Millionen Fahrzeuge entfallen, ein Zuwachs von 13,8 Prozent. Audi-Verkäufe seien um 37 Prozent auf 313.000 Fahrzeuge gestiegen. In China allein verkaufte VW 57.900 Audi-Modelle, 89 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals verkaufte die Marke Skoda in China mehr als 200.000 Autos. Am besten lief das Modell Octavia mit mehr als 120.000 Auslieferungen an Kunden, berichtete das Unternehmen.