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Merken   Drucken   13.01.2012, 09:23 Schriftgröße: AAA

Nachfrageboom: VW und BMW feiern Absatzparty in China

 Die deutschen Autobauer sind erfolgreicher als je zu vor. Das große Wachstum kommt vor allem aus China. Volkswagen und BMW steigern ihre Auslieferungen 2011 drastisch - und investieren weiter.
© Bild: 2011 DPA/Bildfunk/Heiko Lossie
Die deutschen Autobauer sind erfolgreicher als je zu vor. Das große Wachstum kommt vor allem aus China. Volkswagen und BMW steigern ihre Auslieferungen 2011 drastisch - und investieren weiter.
Die deutschen Autobauer Volkswagen  und BMW  haben im vergangenen Jahr deutlich vom stark wachsenden chinesischen Markt profitiert. Beide Konzerne konnten ihren Absatz in dem Boomland deutlich steigern, VW um knapp 18 Prozent, BMW sogar um 37 Prozent.
Kursinformationen und Charts
  Volkswagen 129,1 EUR  [-1.45 -1,11%
  BMW 61,1 EUR  [-0.91 -1,47%
China hat für die Autobauer einen wichtigen Stellenwert. Der Markt ist neben den USA der weltweit größte. Auch dort konnten die deutschen Autohersteller zuletzt glänzen. BMW führt vor allem im Premiumsegment den globalen Markt an, noch vor Daimler  und Audi.
Dem Trend zu kleineren, leichten und verbrauchsarmen Fahrzeugen, der vor allem aus Europa angetrieben wird, steht in Amerika und Asien eine steigende Nachfrage nach besonders großen Fahrzeugen gegenüber. Experten trauen dem chinesischen Automarkt in diesem Jahr ein Wachstum von fünf bis zehn Prozent zu. Auch in den USA dürften die Verkäufe deutlich anziehen. In Europa werden sie dagegen bestenfalls stagnieren, heißt es in der Branche. Viele Beobachter rechnen sogar mit einem spürbaren Rückgang des europäischen Automarktes.
Der bayerische Konzern BMW teilte am Freitag mit, 2011 in China 232.586 Autos der Marken BMW und Mini verkauft zu haben, ein Plus von 37,6 Prozent. Der BMW-Absatz sei um 37 Prozent auf 217.068 Autos gestiegen, der Mini-Verkauf sogar um 47,7 Prozent auf 15.518. In der Region China inklusive Hongkong, Tawain und Macau seien 250.658 Autos verkauft worden, 37,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
VW will stärker wachsen als der Markt
Auch VW konnte deutlich zulegen. Der Wolfsburger Konzern verkaufte auf dem Festland und in Hongkong 2,26 Millionen Autos, 17,7 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte VW mit. Auf die Marke Volkswagen seien 1,72 Millionen Fahrzeuge entfallen, ein Zuwachs von 13,8 Prozent. Audi-Verkäufe seien um 37 Prozent auf 313.000 Fahrzeuge gestiegen. In China allein verkaufte VW 57.900 Audi-Modelle, 89 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals verkaufte die Marke Skoda in China mehr als 200.000 Autos. Am besten lief das Modell Octavia mit mehr als 120.000 Auslieferungen an Kunden, berichtete das Unternehmen.
VW investiert mit seinen Partnern SAIC Motor Corp und FAW Group bis 2016 14 Mrd. Euro in China. Die Aussichten auf dem chinesischen Markt seien für dieses Jahr zwar weiter gut, doch werde mit einer Abkühlung gerechnet. "Auch wenn wir schwierigere Bedingungen für die Autoindustrie erwarten, wollen wir unsere führende Marktposition behaupten", sagte VW-China-Chef Karl Thomas Neumann.
Besonders im ländlichen Raum gebe es noch "großes Potenzial", sagte Neumann. Um den Westen Chinas besser abzudecken, hat Volkswagen bereits in der südwestchinesischen Stadt Chengdu eine Fabrik eröffnet. Die beiden Gemeinschaftsunternehmen der Volkswagengruppe in Shanghai und Changchun wollen bis 2016 rund 14 Mrd. Euro in China investieren, um die Kapazitäten auszubauen und neue umweltfreundliche Modelle nach China zu bringen.
Trotz des gebremsten Wachstums nach zwei Boom-Jahren in China rechnet Neumann weiter mit acht Prozent Wachstum des chinesischen Personenwagenmarktes. Die Volkswagengruppe hat sich als Ziel gesetzt, schneller als der Gesamtmarkt zu wachsen. Im vergangenen Jahr stieß Volkswagen an seine Kapazitätsgrenzen und konnte gar nicht so schnell produzieren wie verkaufen. Vor einer Woche hatte Volkswagen den Bau eines neuen Werkes in Ningbo in der Provinz Zhejiang in Ostchina angekündigt, das bis 2014 fertiggestellt sein soll.
01:39:44 Kursinformationen und Charts
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Volkswagen 129,1 EUR   -1,11%  -1.45
BMW 61,1 EUR   -1,47%  -0.91
  • FTD.de, 13.01.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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