"Zukunft serienmäßig" lautet das Motto der 64. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt. Eines der wichtigsten Themen: Mobilitätskonzepte der Zukunft.
Mini-Chef Segler ist ein Wiedergänger. Der Manager taucht immer dann bei der BMW-Tochter auf, wenn ein großer Schritt ansteht. Jetzt ist Indien dran.
von Margret HuckoFrankfurt
Kay Segler ist selbst ein bisschen retro. Quasi ein Business-Case, der für die Marke Mini nach Jahren wieder in Mode kommt. Unter lauter Musik fährt Segler ein blaues Mini Coupé auf die Bühne. Der Zweitürer ist eine von 183 Weltpremieren auf der IAA - für Segler ist es der erste öffentliche Auftritt seit seinem Amtsantritt als Mini-Chef im Mai. "Another day. Another adventure", sagt der 56-Jährige später im Gespräch mit der FTD; Kay Segler denkt im Mini-Marketingsprech. Das Motto für das neue Mini Coupé gelte irgendwie auch für ihn und seine Rückkehr zu Mini, sagt er.
Chef der Briten war Segler schon einmal, von 2004 bis 2008. "Das kam ziemlich plötzlich", gesteht Segler. Im vergangenen Mai löste er seinen Vorgänger Wolfgang Armbrecht ab. Davor hatte Segler die BMW-Submarke M verantwortet. Über Gründe für den schnellen Wechsel schweigt BMW. Ebenso geheim bleibt, wie viel die Marke Mini zum Konzerngewinn beisteuert. BMW weist Mini in seiner Bilanz nicht aus.
Segler, so scheint es, kommt für Mini immer dann zum Einsatz, wenn eine große Zäsur stattfindet. Als BMW ihn 2004 an die Mini-Spitze hievte, befand sich die Marke im Aufbau. Es gab gerade mal ein Modell, heute sind es sieben. "Nach den ersten zehn Jahren gilt es nun, einen Plan für die nächsten zehn Jahre zu realisieren", sagt Segler.
Mini gewinnt für BMW an Bedeutung. Der Autobauer erwartet Wachstum vor allem im Klein- und Kompaktwagensegment. In den nächsten Jahren führt der Konzern eine Frontantriebsarchitektur ein - vor allem auch, um Mini wirtschaftlich abzusichern. Auf dieser Architektur könnten etwa zehn Mini-Modelle basieren, ebenso wie bis zu zehn BMW-Modelle. Bis 2015 könnte fast jedes zweite Modell des Konzerns kleineren Klassen angehören, so interne Prognosen.
"Ich sehe eine Möglichkeit für Plug-in-Hybride", zeigt Segler ein etwaiges Wachstumsfeld auf. Bislang gibt es weder ein Serienelektrofahrzeug bei Mini noch Modelle mit einer Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor. BMW kooperiert bei der Hybridtechnologie mit dem französischen PSA-Konzern. Mit diesem teilen sich die Kleinwagen heute schon Benzin- und Dieselmotoren.
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