Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ausgerechnet Opel präsentiert auf dem Autosalon in Genf ab Montag ein wichtiges Stück automobile Zukunft: das Elektroauto Ampera. von Heimo Fischer
Das Schicksal Opels steht auf Messers Schneide - irgendwo zwischen Untergang und knapper Rettung. Das hindert den Autobauer aus Rüsselsheim nicht daran, mit fast schon sturem Optimismus in die Zukunft zu blicken. Auf dem am Donnerstag beginnenden Autosalon in Genf glänzt Opel mit einem Modell, das Verkehrsgeschichte schreiben soll. Ampera heißt der Neue - Opels erstes Elektroauto.
Bescheiden gibt sich das von der Pleite bedrohte Unternehmen dabei nicht gerade: "Der revolutionäre Opel Ampera wird das erste emissionsfreie Elektroauto sein, das allen Ansprüchen des automobilen Alltags gerecht wird", heißt es in der Ankündigung. Noch ist der neue Ampera zwar gar nicht fertig. Vorgestellt wird in Genf eine Studie, die einen Vorgeschmack auf das endgültige Modell geben soll. Das ist zwar in der Branche durchaus üblich. Doch etwas befremdlich klingt es angesichts der Lage schon, wenn Opel verkündet: "Das Fahrzeug wird 2011 in Produktion gehen." Die Hoffnung stirbt eben zuletzt.
Dank einer Lithiumionen-Batterie der modernsten Generation soll der Ampera 500 Kilometer am Stück fahren können. Für ein Elektroauto eine beeindruckende Leistung, die - nächstes Kuriosum - allerdings nichts mit der Innovationskraft von Opel zu tun hat. Sondern mit der der verhassten Konzernmutter General Motors. Als Demonstration der neuen Eigenständigkeit von Opel taugt der Ampera also nicht. Auf amerikanischen Straßen soll das neue E-Mobil unter dem Namen Chevrolet Volt unterwegs sein.
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