Volkswagen fährt der Konkurrenz trotz höherer Investitionen und der Absatzkrise in Südeuropa weiter davon. Der Betriebsgewinn kletterte von Januar bis März um zehn Prozent auf 3,2 Mrd. Euro, teilte der Wolfsburger Konzern am Donnerstag mit. Damit schnitt Europas größter Autobauer besser ab als erwartet.
Analysten hatten mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses gerechnet. Den Umsatz steigerte Volkswagen binnen Jahresfrist um mehr als ein Viertel auf 47,3 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr behielt der Vorstand jedoch die vorsichtige Prognose bei, wonach Absatz und Umsatz zwar zulegen, der Betriebsgewinn aber auf der Stelle treten wird.
Die Aktie setzte ihren Höhenflug fort. Die im DAX gelistete Vorzugsaktie gewann mehr als vier Prozent an Wert. VW hatte im ersten Quartal weltweit erstmals mehr als zwei Millionen Fahrzeuge verkauft, elf Prozent mehr als vor Jahresfrist. In Westeuropa (ohne Deutschland), wo sich viele Menschen wegen der Schuldenkrise keine Neuwagen leisten können, waren die die Auslieferungen jedoch gesunken.
Mit den vorgelegten Zahlen befindet sich VW auf dem Weg zur Nummer eins in der Welt. Der heute schon nach Umsatz größte Autobauer will bis spätestens 2018 auch nach Verkäufen General Motors an der Spitze ablösen. Für VW zahlt sich aus, dass der Konzern auf allen wichtigen Märkten der Welt vertreten ist. Konkurrenten wie PSA in Europa belastet die Schuldenkrise hierzulande immens. Peugeot und Citroen sind anders als VW nicht in USA vertreten und besitzen in China massiven Aufholbedarf.