Ein Vorbild für den neuen Standard: Der vom VDE mitentwickelte Ladestecker für Elektroautos
Der Ladestecker ist ein kompliziertes Stück Technik, das eine Schlüsselrolle für den Erfolg des Elektroautos spielt. Er muss nicht nur eine schnelle Aufladung der Batterie ermöglichen - an der normalen 220-Volt-Buchse hängen Elektroautos mehrere Stunden. Er regelt auch den Datenaustausch zwischen Bordcomputer und Ladestation. Dieser ist nicht nur nötig, damit die teuren Akkuzellen schonend geladen werden. Elektroautos müssen auch mit den Rechenzentren der Stromversorger kommunizieren, um von günstigen Tarifen zu profitieren. Zudem sollen Elektroautos beim Parken als Zwischenspeicher für Windstrom dienen.
"Mit dieser Initiative übernehmen Deutschland und Frankreich eine Vorreiterrolle", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Als Nächstes sei ein Test mit Elektrofahrzeugen in beiden Ländern geplant. "Der Flottentest wird zeigen, dass auch bei der Elektromobilität die Landesgrenzen in einem vereinten Europa keine Hindernisse mehr darstellen." Der Verband geht davon aus, dass sich der Standard auch in anderen europäischen Ländern durchsetzen wird.
Schon seit Monaten beraten Vertreter von Autoherstellern und Energieversorgern aus Europa, Japan und den USA über die Standardisierung des Stromanschlusses.