Ein Sprecher der Münchner Staatsanwaltschaft zeigte sich erstaunt über den Rücktritt: "Wir sind selbst überrascht." Es gebe keine Hinweise, dass sich die Schmiergeldaffäre ausweite.
Die IG Metall hingegen begrüßte den Abgang des Spitzenmanagers. "Mit dem Rücktritt wird nach der Korruptionsaffäre der Weg frei für einen unbelasteten Neuanfang", sagte der bayerische Gewerkschaftschef Werner Neugebauer. Ein Manager wie Samuelsson werde letztlich auch dafür bezahlt, im Zweifelsfall mit seinem Amt für Verfehlungen seines Konzerns zu haften.
An den Märkten sorgte der Rücktritt für Spekulationen hinsichtlich der Lkw-Pläne von MAN-Aktionär Volkswagen. Viele Anleger glauben, dass die Wolfsburger den Konzern nun schneller mit seiner schwedischen Nutzfahrzeugtochter Scania verschmelzen können. Die MAN-Aktie schoss zeitweise um knapp fünf Prozent nach oben und schloss mit einem leichten Plus. Das Papier von Scania stieg in Stockholm zeitweise um 2,2 Prozent.