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Der Konzern hatte den Verkauf an ein Konsortium um
Magna und die russische Sberbank in der vergangenen Woche überraschend gestoppt und will Opel nun selbst sanieren. Dazu soll in Europa jeder fünfte Arbeitsplatz gestrichen werden.
Allerdings kann sich GM keine Hoffnung auf eine weitreichende Unterstützung der Bundesregierung machen. Der US-Konzern müsse zum Umbau seiner Europatochter selbst tief in die Tasche greifen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag bei ihrer Regierungserklärung. "Gelingen kann diese Lösung nur, wenn General Motors den Hauptanteil der Restrukturierung mit eigenen Mitteln trägt."
Merkel lehnte dennoch Staatshilfen für Opel nicht generell ab. Bundes- und Landesregierungen würden alles Mögliche tun, um die vier deutschen Standorte zu sichern. Zugleich griff sie GM für den Umgang mit der deutschen Tochter scharf an und fühlt sich auch persönlich getäuscht. "General Motors war über Monate hinweg nicht in der Lage, seiner Verantwortung als Mutterkonzern von Opel auch nur annähernd gerecht zu werden."
Trotz der ablehnenden Haltung Merkels will GM noch im November und Dezember Gespräche mit europäischen Regierungen über Staatshilfen aufnehmen. Noch sei der US-Konzern dabei, nach dem Platzen des Opel-Verkaufs die Wogen zu glätten, sagte Konzernchef Fritz Henderson in Rüsselsheim. Sein Unternehmen benötige für den Umbau der Tochter 3 Mrd. Euro. Was die Grundlage für andere Schätzungen sei, könne er nicht nachvollziehen. Experten hatten bezweifelt, dass GM die Sanierung des eigenen Geschäfts und von Opel selbst stemmen kann und von Kosten von über 5 Mrd. Euro gesprochen.