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Die schrumpfende Zahl von Ingenieuren macht sich mittlerweile auch bei Luxusautobauern bemerkbar, die traditionell zu den beliebtesten Arbeitgebern zählen. Zwar haben sie noch keine Probleme, den Bedarf zu decken. "Das kann sich in den kommenden Jahren aber ändern", bestätigt BMW-Personalchef Harald Krüger. Hauptursache ist die niedrige Geburtenrate. Bislang sind es vor allem kleinere Unternehmen, die im Rennen um die besten Köpfe den Kürzeren ziehen. Laut dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) blieben im Juni in Deutschland mehr als 31.000 Stellen für Fahrzeug- und Maschinenbauingenieure unbesetzt.
Der Bedarf an Spezialisten steigt außerdem, weil die Hersteller an neuen Antriebstechniken arbeiten und die Modellpalette ausbauen. Porsche will zum Beispiel in zwei Jahren einen kleinen Geländewagen als fünfte Baureihe herausbringen. Dadurch soll sich der Absatz bis 2018 auf 200.000 Fahrzeuge verdoppeln. Außerdem stärkt der künftige Mutterkonzern
VW die Rolle des Porsche-Entwicklungszentrums in Weissach. Dort werden dieses Jahr voraussichtlich mehr als 400 Mitarbeiter eingestellt.
Die benötigten Fachleute sollen auch aus dem Ausland kommen. In erster Linie suchen Porsches Personalplaner in Europa - vor allem in deutschsprachigen Ländern. Aber nicht nur dort, präzisiert Edig. "Wir wollen auch Mitarbeiter aus China und Indien rekrutieren, da wir deren Know-how und deren Verständnis der Heimatmärkte brauchen." Das sei zum einen im Vertrieb wichtig, aber auch in der Entwicklung.