Audi hat im Startquartal erneut Rekorde eingefahren. Für das Gesamtjahr lässt die VW -Tochter aber Vorsicht walten. Wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich änderten, werde der operative Gewinn 2012 trotz höherer Kosten für neue Modelle und den Ausbau der Fertigung auf dem Niveau des Vorjahres liegen, sagte Finanzchef Axel Strotbek am Mittwoch. Im Vorjahr hatte Audi ein Betriebsergebnis von 5,35 Mrd. Euro erzielt.
Von Januar bis Ende März steigerten die Ingolstädter den operativen Gewinn auf den neuen Spitzenwert von 1,4 Mrd. Euro. Das sind 26,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Umsatz stieg um 17,8 Prozent auf 12,4 Mrd. Euro. Damit kam Audi auf eine operative Marge von 11,4 Prozent - weit mehr als die Oberklasse-Marke Mercedes-Benz von Daimler , die zuletzt nur 8,4 Prozent vorweisen konnte. Konkurrent BMW veröffentlicht seine Quartalszahlen am Donnerstag. Analysten erwarten in der Autosparte eine Rendite von 10,7 Prozent.
Audi teilte mit, die positive Entwicklung sei auf den Verkauf von mehr und auch teureren Modellen sowie auf Produktivitätssteigerungen zurückzuführen. Weltweit lieferte der Autobauer im ersten Quartal 346.317 Fahrzeuge aus, was einem Plus von 10,8 Prozent entspricht. Als VW-Tochter profitiert Audi zudem von Kostenvorteilen im Konzernverbund.