Die Geschäftsbeziehungen zwischen dem Zulieferer
Magna und dem Autohersteller
Daimler werden nicht infragegestellt. Das stellte Daimler-Vorstandschef
Dieter Zetsche am Dienstag auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt klar. Er glaube, dass es auch nach der Opel-Übernahme eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem österreichisch-kanadischen Konzern geben werde.
Entwicklungsvorstand Thomas Weber sagte: "Magna ist ein starker Partner." Daimler sei allerdings keine dauerhafte Partnerschaft mit dem Unternehmen eingegangen, sondern arbeite nur bei Projekten mit Magna zusammen. Diese gelte es fallweise zu überprüfen, das treffe aber gegenwärtig nicht auf den Zulieferer zu. Magna baut die Mercedes-Benz G-Klasse und liefert Komponenten für anderen Modelle.
General Motors hatte sich nach monatelangem Gezerre bereit erklärt, die Opel-Mehrheit an Magna abzutreten. Nach der Übernahme will sich der Zulieferer verstärkt im Automobilbau engagieren, hat seinen Kunden aber zugesagt, das Zuliefergeschäft davon zu trennen.