Mit der Befreiung von der Last, Opel sanieren zu müssen, wird Magna nun nicht mehr vom Kerngeschäft abgelenkt - nämlich der Entwicklung neuer Autotechnik. "Ich glaube, der Markt war besorgt, dass Magna Geld in den Autobauer hätte versenken müssen und davon abgebracht worden wäre, Marktanteile als Zulieferer zu gewinnen und die Konsolidierung des Markts voranzubringen", sagt ein Magna-Kenner. Schließlich kommen auf die Zulieferer große Aufgaben zu - vor allem bei der Entwicklung von modernen Antriebstechniken etwa für Elektroautos.
Erleichterung bei Anlegern
Zudem dürften die Anleger nun auch wieder besserer Stimmung sein. Schon am Mittwoch schoss die Magna-Aktien um über acht Prozent in die Höhe. Für die "Wachstumsstory" war Opel aus Sicht von Analysten ohnehin nicht unabdingbar. "Gerade im Fahrzeugbau hat Magna zuletzt wichtige Aufträge gewonnen, wie etwa die Produktion des X1 von BMW", sagte Analyst Christian Müller vom Marktforschungsinstitut Global Insight.