Die Luftfahrtbranche hat sich neue Klimaschutzziele gesetzt, die nach ihren Angaben weit über bestehende Regierungsvorschriften hinausgehen. Der Branchenverband Iata teilte mit, Fluglinien und Flughäfen hätten sich darauf geeinigt, die Kerosineffizienz bis 2020 um jährlich 1,5 Prozent zu verbessern.
Bei einem Treffen in Montreal setzte sich die Branche zudem das Ziel, ab 2020 ohne zusätzliche C02-Emissionen zu wachsen. Bis 2050 will die Branche ihre Emissionen um 50 Prozent unter das Niveau von 2005 drücken.
Um den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen, will die EU den Luftverkehr ab 2011 in den Emissionshandel einbeziehen. Nach Angaben von Umweltschützern wirken die Emissionen von Flugzeugen rund dreimal so schädlich wie am Boden ausgestoßene Abgase von Autos.
Den Umweltschützern macht vor allem das rasante Wachstum des Luftverkehrs Sorgen. Zwischen 1970 und 2000 hat sich zwar aufgrund des technischen Fortschritts der Treibstoffverbrauch pro Passagierkilometer weltweit in etwa halbiert. Im gleichen Zeitraum hat sich das Luftverkehrsaufkommen nicht zuletzt aufgrund der üppigen Subventionen verfünffacht.
Im Gegensatz zu anderen Verkehrsmitteln zahlen Fluggesellschaften auf ihr Kerosin weder Mineralöl-, noch Mehrwert- oder Ökosteuer. Auch die Flugtickets sind auf internationalen Strecken von der Mehrwertsteuer befreit.