Bei den Prognosen für das aktuelle Geschäftsjahr hält sich Diekmann zurück. Er erwartet laut Mitteilung ein "ähnliches wirtschaftliches Umfeld wie 2011, mit einer leichten Besserung im zweiten Halbjahr". Das operative Ergebnis will er dann erneut auf das Niveau von 2010 hieven, als 8,2 Mrd. Euro erreicht wurden. 2011 verdiente der DAX-Konzern operativ 7,86 Mrd. Euro. Damit wurde die prognostizierte Spanne von 7,5 bis 8,5 Mrd. Euro erreicht.
Während die Lebensversicherung sowie die Schaden- und Unfallsparte weniger Profit machten, legte die Vermögensverwaltung zu und gewann damit abermals an Bedeutung. Für 2012 peilt das Management einen operativen Gewinn von 7,7 bis 8,7 Mrd. Euro an.
Das Kerngeschäft Schaden und Unfallversicherung litt unter den Erdbeben in Japan und Neuseeland, den Überschwemmungen in Australien und Thailand sowie zahlreichen Stürmen in den USA. Für solche Großereignisse mussten 1,8 Mrd. Euro ausgezahlt oder zurückgestellt werden - 500 Mio. mehr als im Jahr zuvor. Die Schaden-Kosten-Quote als wichtigster Indikator für die Profitabilität verschlechterte sich auf 97,8 (97,2) Prozent. Oberhalb von 100 Prozent sind die Schäden und Verwaltungskosten nicht mehr durch die Prämieneinnahmen gedeckt.