GDV-Präsident Rolf-Peter Hoenen erwartet für 2010 Umsatzeinbrüche
Hoenen sprach sich für ein Festhalten an der Vergütung der Vermittler auf Provisionsbasis aus. Der Vertriebsansatz stelle eine großflächige Versorgung der Menschen mit Versicherungsschutz sicher. "Durch aktive Ansprache der Kunden und das Bewusstmachen von Lücken in der Altersvorsorge konnten wir unsere Kunden in den vergangenen Jahren für die Notwendigkeit einer zusätzlichen privaten privaten Absicherung sensibilisieren", sagte er. "Die derzeit intensiv diskutierte Honorarberatung kann diesen Anspruch nicht erfüllen, weil sie auf die Eigeninitiative der Kunden setzt."
In diesem Jahr wuchsen die Lebensversicherer um 4,8 Prozent und nahmen Beiträge von 83,4 Mrd. Euro ein. Im März 2009 hatte der GDV noch mit einem Minus von zwei bis drei Prozent gerechnet. Treiber des Wachstums waren Einmalbeiträge von rund 18 Mrd. Euro - eine Steigerung von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Geschäft mit Verträgen gegen laufenden Beitrag brach dagegen ein. Die Zahl der Neuverträge wie auch der Neubeiträge sei um rund sieben Prozent eingebrochen.
In der Krankenversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen um 4 Prozent auf 31,5 Mrd. Euro, in der Schaden- und Unfallversicherung steigen sie um 0,2 Prozent auf 54,7 Mrd. Euro. Die Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich um mehr als zwei Prozentpunkte auf rund 97 Prozent. Sie gibt an, wie viel Cent Versicherer von einem Euro für Schäden und Kosten ausgeben.