Staatsanleihen der Euro-Krisenländer machen der Allianz zu schaffen
Die größte Sorge der Allianz bleibt die Entwicklung der Staatsanleihen durch die Euro-Krise. Die nicht realisierten Verluste aus Staatsanleihen beliefen sich Ende 2010 auf 2,25 Mrd. Euro, verglichen mit 667 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Diese Zahl ergibt sich daraus, dass der Marktwert der Anleihen durch die Krise unter den Wert gesunken ist, den die Allianz in den Büchern stehen hat.
Der Verlust hätte gedroht, wenn der Konzern Ende 2010 die Papiere abgestoßen hätte. Meist halten Versicherer Anleihen aber bis zur Fälligkeit in der Hoffnung, den gesamten Nennwert wiederzubekommen. Viele Anleger fürchten jedoch, dass es bei Griechen-Anleihen zu einem Schuldenschnitt kommen könnte.
Die Allianz wies auch unrealisierte Gewinne aus Staatsanleihen von 4,34 Mrd. Euro aus, mehr als die 4,07 Mrd. Euro im Jahr 2009. Höhere unrealisierte Verluste als Gewinne hat die Allianz bei Staatspapieren aus Italien, wo sie mit 29,2 Mrd. Euro investiert ist, sowie mit Anleihen aus Spanien, Griechenland und Irland. Konzernvorstand
Paul Achleitner hatte erst Ende Februar einen staatlichen europäischen Kreditversicherer gefordert.