Der in Belgien ansässige Versicherer
Fortis ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Nettogewinn sei 2009, dem Jahr nach der staatlich gelenkten Aufspaltung, auf 1,19 Mrd. Euro gestiegen - nach einem Verlust 28 Mrd. Euro im Jahr davor, teilte Fortis am Mittwoch mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn in dieser Größenordnung gerechnet.
Fortis war im Oktober 2008 wegen der Folgen der Finanzkrise auseinandergebrochen. Der Staat übernahm die Kontrolle über die niederländischen Teile des Konzerns, darunter die Fortis Bank Nederland und einen Großteil der zuvor von Fortis übernommenen Anteile an der Bank ABN Amro.
BNP Paribas erhielt die Fortis Bank und ein Viertel der belgischen Versicherungssparte des Hauses.
Fortis konzentriert sich seit der Abspeckkur auf das Versicherungsgeschäft und kündigte an, sich in Ageas umzubenennen. Das Unternehmen profitierte im abgelaufenen Jahr von der allgemeinen Markterholung. Die machte sich vor allem beim Geschäft mit Lebensversicherungen bemerkbar.
Unterdessen kündigte die niederländische Marktaufsicht eine Geldstrafe gegen Fortis im Zusammenhang mit der Übernahme von Teilen ABN Amros an. Fortis müsse rund eine halbe Million Euro bezahlen, weil es irreführende Informationen herausgegeben habe, so die Aufsicht.