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Merken   Drucken   01.02.2011, 12:51 Schriftgröße: AAA

Neue Produktstruktur: HDI-Gerling baut um

Der Versicherer ist mit der Bestandsentwicklung im privaten Sachversicherungsgeschäft nicht zufrieden. Eine neue Produktstruktur soll Abhilfe schaffen. Die Erwartungen sind hoch. von Friederike Krieger
HDI-Gerling  ändert die Produktstruktur in der privaten Sachversicherung. Ab Anfang März will die Gesellschaft in den Sparten Privathaftpflicht, Hausrat, Wohngebäude, Unfall und Rechtsschutz nicht mehr wie bisher jeweils drei Standardpakete anbieten. "Wir wollen weg von der Einteilung in Classic, Comfort und Exclusive", sagte Mathias Both, Leiter des Produkt- und Marktmanagements Privat bei HDI-Gerling. Stattdessen könnten Kunden Basisdeckungen kaufen und je nach persönlichem Bedarf mit individuellen Bausteinen aufstocken. "Dadurch werden wir flexibler und kundenfreundlicher", glaubt Both. Der Versicherer hofft, dass auch der Vertrieb mit den neu zugeschnittenen Produkten einfacher wird.
Die HDI-Gerling-Mutter Talanx hat einen Umbau hinter sich   Die HDI-Gerling-Mutter Talanx hat einen Umbau hinter sich
Die neue Produktstruktur soll das schwächelnde Sachversicherungsgeschäft ankurbeln. "Wir sind bisher mit der Bestandsentwicklung nicht zufrieden", sagte Both. Es habe in den vergangenen Jahren einen Bestandsabrieb gegeben. Der sei zwar 2010 weitgehend gestoppt worden, nun wolle das Unternehmen aber wieder wachsen. "Wir erhoffen uns eine deutliche Steigerung der Betragseinnahmen", sagte Both. Zahlen wollte er nicht nennen. Die Erwartungshaltung des Mutterkonzerns Talanx  sei angesichts der nötigen Anpassungen im IT-Bereich recht hoch, sagte er.
Heinz-Peter Roß, Chef von HDI-Gerling Firmen und Privat, hatte 2010 den Vorstand fast komplett neu besetzt und dafür eine Reihe von Managern von außen geholt. Ex-MLP-Vorstand Gerhard Frieg verantwortet jetzt das Marketing und Produktmanagement.
Der Talanx-Konzern, zu dem auch der Rückversicherer Hannover Rück  gehört, hat gerade erst einen Umbau hinter sich. Die Gesellschaft hat das Privat- und Firmenkundengeschäft verschmolzen. 2009 kam der Konzern auf Bruttobeitragseinnahmen von 20,9 Mrd. Euro, 2010 peilt die Gesellschaft 22,3 Mrd. Euro an.
  • FTD.de, 01.02.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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