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Merken   Drucken   24.01.2012, 11:42 Schriftgröße: AAA

Neueinsteiger: Versicherer Markel kommt nach Deutschland

Der US-amerikanische Industrie- und Gewerbeversicherer wird in München aktiv. Dazu hat er sich bei zwei dort ansässigen Unternehmen eingekauft. von Herbert Fromme
Der US-Spezialversicherer Markel hat 50 Prozent an den Münchener Zeichnungsagenturen Anglo Underwriting und Fidelis sowie eine Option für die restlichen Anteile erworben. Verkäufer ist der Gründer Garlich Wulff. Sein Sohn Frederik hält die andere Hälfte an beiden Firmen und bleibt Geschäftsführer.
Markel ist vor allem in Nischen wie Veranstaltungsausfallversicherung, Managerhaftpflicht und Industriedeckungen tätig. Das Unternehmen erzielte damit 2010 Beitragseinnahmen von 2 Mrd. Dollar. Anglo Underwriting und Fidelis wollen auch künftig für andere Versicherer Geschäft zeichnen, darunter Hiscox, Amlin und Waldenburger, die Teil der Würth-Gruppe ist.
"Einiges von unserem Geschäft wird zu Markel gehen, aber wir sind fest entschlossen, mit unseren bisherigen Partnern weiter zusammenzuarbeiten", sagte Frederik Wulff dazu der FTD.
Der US-Versicherer Markel wird künftig in München aktiv   Der US-Versicherer Markel wird künftig in München aktiv
Anglo Underwriting und Fidelis arbeiten mit rund 2500 Maklern in Deutschland und Österreich zusammen und verwalten 8000 Endkundenverträge. Vor allem die Spezialpolicen sollen Wachstum bringen. Markel will weitere Büros in Deutschland gründen. Erst vor wenigen Monaten hatte das US-Unternehmen eine Niederlassung in den Niederlanden eröffnet.
Der deutsche Markt für Industrie- und Gewerbepolicen ist hart umkämpft. Neben den großen Anbietern Allianz , HDI-Gerling , Axa , Ergo, Zurich , Chartis und R+V kämpfen eine Reihe mittelgroßer Unternehmen um Kunden gerade in Nischensegmenten. Dazu gehören Chubb , Gothaer und Hiscox.
Frederik Wulff wird seine zweite Aufgabe Rolle als Chef der elektronischen Platzierungsplattform Inex24 beibehalten. "Für Markel ist das sehr attraktiv", sagte Wulff. Sein Know-how käme auch dem Partner zugute.
  • Aus der FTD vom 24.01.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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