Der Versicherungsmakler Aon sieht eine steigende Bedrohung durch politische Risiken
Die negativen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise hätten auch die Volkswirtschaften der Länder mit traditionell eher niedrigen Risiken beeinflusst. So sei Island in diesem Jahr als erstes westeuropäisches Land auf ein mittleres Risiko herabgestuft worden.
Die diesjährige Analyse nennt als neues Phänomen auch die rasche Entwicklung verschiedener Märkte in Afrika, beispielsweise Angola, Tschad und Niger. Handel und Investitionen mit und in diesen Gebieten steigt. Das führt zu höherem Bedarf an Versicherungsschutz gegen politische Risiken.
Herabgestuft wurden 2011 Algerien, Benin, Komoren, Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Bermuda, Kaimaninseln, Dominica, Grenada, Haiti, Antillen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent, Trinidad, Myanmar, Island und Bahrain. Eine bessere Note erhielten Kenia, Mosambik, Ruanda, Uganda, Sambia, Panama, Georgien, Usbekistan, Indonesien, Malaysia und Indien.
Die Zahl der Länder mit Krieg, Bürgerkrieg und Aufstand stieg von 29 auf 34, neu in der Liste sind sind Madagaskar, Niger, Venezuela, Kirgisistan und Thailand.
In 12 Ländern gibt es erstmals Behinderungen des Devisenverkehrs. Das sind Algerien, Burkina Faso, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Guinea-Bissau, Guinea-Conakry, Madagaskar, Niger, Afghanistan, Montenegro, Litauen und Mazedonien. In fünf Ländern hat sich die Situation verbessert, netto stieg die Zahl von 69 im Jahr 2010 auf 76 im Jahr 2011.