Ein Abschluss ist über Nafi jedoch nicht möglich. Genau darum geht es aber bei Portalen wie Check24 oder Transparo. Sie erhalten eine Provision, die zwischen 60 und 100 Euro liegt, wenn ein Kunde über sie eine Police abschließt. Um die Akzeptanz zu erhöhen, listen Portale zwar auch Anbieter, mit denen sie keine Vertriebsvereinbarung haben. Oft aber ohne Preisangabe und ohne die Möglichkeit, direkt einen Vertrag abzuschließen. "Wir zeigen alle 96 am Markt befindlichen Versicherer in unserem Vergleich an", sagt ein Check24-Sprecher. Den Preis können Nutzer von 55 Anbietern sehen. Transparo hat mit 49 Anbietern eine Vertriebsvereinbarung.
Zudem gibt es den Vorwurf, Portale würden wegen der Provisionen Angebote bevorzugen. "Unser Programm hat als einziges Sortierkriterium den Preis", sagt der Sprecher von Check24. Mit der "Tiefstpreisgarantie" verspricht Check24, dass es das Angebot nirgendwo billiger gibt. Auch Transparo gibt eine Tiefpreisgarantie. Ein Blick ins Impressum zeigt einen wichtigen Unterschied: Check24 ist als Makler registriert, Transparo als Mehrfachagent, also als Vertreter für mehrere Versicherer. Der Gesetzgeber definiert Makler als diejenigen, die im Interesse und Auftrag des Kunden tätig sind. Vertreter dagegen sind nur ihrem Unternehmen verpflichtet. Viele Versicherer betrachten die Portale mit Skepsis. Sie fürchten den Verlust ihres Markenwerts. VHV verkauft über Makler, ist aber in Portalen gelistet. "Wir sind für völlige Preis- und Leistungstransparenz", sagt Vertriebschef Jürgen Junker. Den Vertrag abschließen soll der Kunde aber nach seiner Auffassung besser beim Vermittler. "Der Makler berät den Kunden", sagt er. Außerdem sei es von Vorteil, wenn der Kunde im Schadenfall einen Ansprechpartner habe.
Informationen zu den Verträgen gibt es auch bei den Vergleichsportalen. Sie haben Hotlines, an denen Versicherungskaufleute sitzen.