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Merken   Drucken   07.07.2011, 12:55 Schriftgröße: AAA

Rechtsschutzversicherer: Arag sucht neues Image

Der Düsseldorfer Versicherer Arag will seine Marke neu positionieren - die zweite Gesellschaft nach der Ergo, die diesen Schritt geht. Das Unternehmen glaubt, dass es immer noch vor allem als einheimischer Rechtsschutzspezialist wahrgenommen wird und will das ändern. von Herbert Fromme 
Das runde Logo und die geld-orange Farbe sollen gleich bleiben, aber sonst will die Düsseldorfer Arag fast alles ändern im Markenauftritt. "Die Arag ist kein nationaler Rechtsschutz-Nischenanbieter mehr", sagte Konzernchef und Eigner Paul-Otto Fassbender . Künftig will die Gesellschaft ihre neue Position als Versicherer mit weiteren Schwerpunkten und internationaler Ausrichtung herausstellen.
Drei Fernsehspots, die bis Jahresende in Privatsendern geschaltet werden, und ein neuer Internetauftritt sollen das bewirken. "Es lebe die Unabhängigkeit" sei die Markenidee, sagte Kommunikationschef Klaus Heiermann. Die Spots zeigen Menschen, die vor weitreichenden Entscheidungen stehen ("Job in Alaska oder Freund in Köln?") und Lösungen für das Dilemma suchen. Der Versicherer versucht, sich als Problemlöser für die individuellen Probleme ins Spiel zu bringen. Einen direkten Bezug zum Dilemma der Werbespot-Figuren gibt es nicht.
Die Arag macht sich Sorgen um ihre Bekanntheit. Wenn sie nach Namen von Versicherern gefragt werden, kennen 64 Prozent der Befragten die Allianz , 39 Prozent die HUK-Coburg, 26 Prozent die Axa  und 21 Prozent die Hamburg-Mannheimer. Immerhin 19 Prozent der Befragten bei der "ungestützten Bekanntheit" nennen die Gothaer, aber nur neun Prozent die Arag. "Den Wert wollen wir in diesem Jahr auf elf Prozent steigern,", sagte Heiermann.
Bei der gestützten Bekanntheit ("Welche der folgenden Versicherer kennen Sie, wenn auch nur dem Namen nach?") kommt der Konzern laut YouGov Psychonomics auf Rang fünf mit 81 Prozent. Das ist gleichauf mit der Gothaer, Spitzenreiter ist auch hier die Allianz mit 93 Prozent, die HUK-Coburg weist einen Wert von 88 Prozent auf, die Axa 83 Prozent. Heiermann beunruhigt vor allem die große Differenz zwischen der gestützten und der ungestützten Bekanntheit. "Wenn wir nichts täten, würde unsere ungestützte Bekanntheit weiter absinken", sagte Heiermann.
Die Kampagne kostet im laufenden Jahr 6 Mio. Euro und soll 2012 fortgesetzt werden. Mittelfristig strebt der Konzern eine ungestützte Bekanntheit von 15 Prozent an.
  • FTD.de, 07.07.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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