Das runde Logo und die geld-orange Farbe sollen gleich bleiben, aber sonst will die Düsseldorfer Arag fast alles ändern im Markenauftritt. "Die Arag ist kein nationaler Rechtsschutz-Nischenanbieter mehr", sagte Konzernchef und Eigner
Paul-Otto Fassbender . Künftig will die Gesellschaft ihre neue Position als Versicherer mit weiteren Schwerpunkten und internationaler Ausrichtung herausstellen.
Drei Fernsehspots, die bis Jahresende in Privatsendern geschaltet werden, und ein neuer Internetauftritt sollen das bewirken. "Es lebe die Unabhängigkeit" sei die Markenidee, sagte Kommunikationschef Klaus Heiermann. Die Spots zeigen Menschen, die vor weitreichenden Entscheidungen stehen ("Job in Alaska oder Freund in Köln?") und Lösungen für das Dilemma suchen. Der Versicherer versucht, sich als Problemlöser für die individuellen Probleme ins Spiel zu bringen. Einen direkten Bezug zum Dilemma der Werbespot-Figuren gibt es nicht.
Die Arag macht sich Sorgen um ihre Bekanntheit. Wenn sie nach Namen von Versicherern gefragt werden, kennen 64 Prozent der Befragten die
Allianz , 39 Prozent die HUK-Coburg, 26 Prozent die
Axa und 21 Prozent die Hamburg-Mannheimer. Immerhin 19 Prozent der Befragten bei der "ungestützten Bekanntheit" nennen die Gothaer, aber nur neun Prozent die Arag. "Den Wert wollen wir in diesem Jahr auf elf Prozent steigern,", sagte Heiermann.