Der weltgrößte Rückversicherer
Munich Re hofft, dass der Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember Eckpfeiler für ein Klimaschutzabkommen festlegt. "Es muss etwas unternommen werden. Wenn in Kopenhagen schon kein umfassendes Abkommen machbar erscheint, sollten zumindest wesentliche Rahmenbedingungen festgeschrieben werden", sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Donnerstag. Er erwartet, dass die Zahl wetterbedingter Naturkatastrophen weiter zunimmt. Wenn nichts getan werde, würden die Preise für Versicherungsschutz steigen.
Rückversicherer wie Munich Re oder
Swiss Re sind von Naturkatastrophen besonders getroffen, da sie Erstversicherern gegen die Folgen von Erdbeben, Stürmen oder Hochwasser Deckung geben. In diesem Jahr ist die Branche bislang von hohen Schäden verschont geblieben. "Unsere Statistiken zeigen eindeutig, dass die Schadenbelastung aus wetterbedingten Naturkatastrophen steigt", sagte Jeworrek. "Ein relativ schadenarmes Jahr, wie es 2009 bislang war, ist da kein Widerspruch.
Die Zahl der wetterbedingten Naturkatastrophen liegt nach Angaben der Munich Re im Durchschnitt heute global drei Mal so hoch wie Anfang der 80-er Jahre. Die Schäden sind seitdem im Durchschnitt um jährlich 11 Prozent gestiegen. Insgesamt betrugen sie für den Zeitraum von 1980 bis 2008 1,6 Billionen $, gerechnet in Originalwerten. Davon waren etwa 465 Mrd. $ versichert.