Der Düsseldorfer Versicherer Ergo hat die südkoreanische Tochter Ergo Daum Direct an den Rivalen Axa verkauft. Der Vertrag wurde am Donnerstag unterschrieben. Axa ist im Land mit der Axa Direct Korea vertreten. Sie hat einen Marktanteil von 15 Prozent in der Autoversicherung per Internet oder Telefon und ist damit einer der führenden Anbieter. Ergo Daum kommt auf sieben Prozent.
Ergo hatte die Gesellschaft 2007 von einheimischen Internet-Portalen übernommen, die einen Investor mit Branchen-Knowhow für die 2003 gegründete Gesellschaft suchten. Allerdings war der Zukauf wirtschaftlich kein Erfolg für Ergo.
Die Gruppe hatte Anfang 2011 die südkoreanische Gesellschaft mit 32 Mio. Euro "angesichts der schwierigen Marktverhältnisse" bereits vollständig abgeschrieben, auch operativ fielen Verluste an. Im hoch regulierten Markt konnte das Unternehmen nicht die von ihm für nötig gehaltenen Preiserhöhungen bei der Aufsicht durchsetzen. Die Prämieneinnahmen lagen 2011 bei 170 Mio. Euro.
Den Kaufpreis wollten beide Seiten nicht nennen. Ergo dürfte aber angesichts der Marktsituation und des Zustands der Ergo Daum kaum mehr als 10 Mio. Euro erlöst haben.