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Den Gewinnsprung verdankt Swiss Re vor allem Sondereffekten. Wegen der Umstrukturierung des Konzerns musste der Rückversicherer weniger Steuern zahlen. Swiss Re hat sein Geschäft in die drei Bereiche neu aufgeteilt: Sachrückversicherung (P&C Reinsurance), Industriegeschäft mit Endkunden (Corporate Solutions) und Admin Re, eine Abwicklungsfirma für Lebensversicherungsbestände. Zudem hat Swiss Re nicht mehr benötigte Reserven in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar in der Schadenrückversicherung aufgelöst.
Trotz der Auflösung der Reserven und des Anstiegs der Prämieneinnahmen um 10,8 Prozent auf rund 12 Mrd. Dollar machten sich in der Schadenrückversicherung die hohen Naturkatastrophenschäden bemerkbar. Sie kosteten rund 3,5 Mrd. Dollar. Die Schaden-Kosten-Quote stieg von 93,9 Prozent auf 101,6 Prozent. Bei einem Wert von über 100 Prozent sind Schäden und Verwaltungskosten nicht mehr durch Prämieneinnahmen gedeckt. Wegen der Naturkatastrophenbelastungen und niedriger Kapitalerträge sank das operative Ergebnis in der Schadenrückversicherung um 48,1 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar.
Auch in der Lebens- und Krankenrückversicherung verdiente Swiss Re weniger. Trotz Steigerung des Umsatzes um 2,9 Prozent auf 12,3 Mrd. Dollar sank das operative Ergebnis von 810 Mio. Dollar auf 464 Mio. Dollar. Der Rückversicherer machte die volatilen Finanzmärkte und gestiegene Kosten bei Admin Re aufgrund der Umstrukturierung dafür verantwortlich.
Mit den Vertragserneuerungen in der Schadenrückversicherung zum 1. Januar 2012 zeigte sich Swiss Re-Chef Liès sehr zufrieden. Das Prämienvolumen sei dank größerer Einzeltransaktionen und einer erhöhten Nachfrage nach Naturkatastrophendeckungen um 20 Prozent auf 10,3 Mrd. Dollar gewachsen. Die Preise stiegen im Schnitt um 4 Prozent.