Transaktionssteuer:Britische Versicherer springen Banken bei
Großbritanniens Premierminister Gordon Brown will mit einer Transaktionssteuer auf Bankgeschäfte die Spekulation eindämmen. Die Versicherer des Landes, sonst nicht die engsten Freunde der Banken, sind strikt dagegen.
Der britische Versicherungsverband Association of British Insurers (ABI) hat sich vehement gegen die von Premierminister Gordon Brown vorgeschlagene globale Transaktionssteuer oder Tobin-Tax ausgesprochen. Eine solche Steuer sei nicht praktikabel und kontraproduktiv, heißt es in einem Dokument der ABI, in dem die Vereinigung zu dem Vorschlag der Regierung Stellung nimmt.
Die Versicherer als Großaktionäre von Banken gehörten zu den Verlierern bei einer solchen Steuer, so die ABI. Die Aktienkurse der Banken seien noch lange nicht auf dem Vorkrisenniveau.
Die Vereinigung wendet sich auch gegen die Vorstellung, für die Rettung von Geldhäusern in Krisenzeiten dürften keinerlei Steuergelder verwendet werden. "Die Auffassung, der Steuerzahler dürfe überhaupt nicht zur Kasse gebeten werden, weil bei den Banken alle Gewinne an die Aktionäre gehen, sie aber kein Risiko tragen, ist nicht fair", so die ABI. Schließlich hätten Regierungen und Aufsichtsbehörden ihren Teil zur Krise beigetragen. "Steuerzahler profitieren auch vom Beitrag eines gut funktionierenden Banksystems zum wirtschaftlichen Wachstum."
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