Der von einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit geführte Verbund Continentale in Dortmund übernimmt die Mannheimer-Gruppe. Sie besteht aus der Mannheimer Versicherung, der Mannheimer Krankenversicherung und der Mamax Lebensversicherung. Beide Seiten unterzeichneten eine Absichtserklärung.
In einem anderen Licht erscheint damit der Wechsel des langjährigen Mannheimer-Vorstandschefs Helmut Posch, der im September zur Continentale wechselte und dort Konzernchef Rolf Bauer nachfolgen soll.
Die Mannheimer war 2002 in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, weil sie sich in der Aktienkrise übernommen hatte. Der Bestand der Mannheimer Leben musste von der Branche mit der speziell gegründeten Auffanggesellschaft Protektor übernommen werden. Den Rest der Gruppe, einschließlich der kleinen Mamax Leben, kaufte 2003 die österreichische Uniqa - mit der Ausnahme der Mehrheit von 51 Prozent an der Mannheimer Krankenversicherung. Die ging 2003 an die Continentale, die ihren Anteil allerdings 2005 an die Uniqa abgab. "Wir haben die damalige Partnerschaft in ausgesprochen guter Erinnerung", sagt Continentale-Chef Rolf Bauer.
Doch glücklich wurde der Wiener Konzern mit seiner deutschen Tochter nie. Die Gewinne waren mäßig, und der ursprünglich angedachte kräftige Markteintritt mit der Mannheimer als Türöffner gelang nicht. Ohnehin liegt der Schwerpunkt der Auslandsaktivitäten der Uniqa in Osteuropa.