Die Kunden des betrügerischen Geldtransporteurs Heros gehen vielleicht leer aus
Das OLG Celle wies eine Berufung des Rewe-Konzerns zurück. Rewe verlor nach eigenen Angaben mehr als 150 Mio. Euro durch Heros. "Die Rechtslage spricht eindeutig für die Versicherer", sagte Rechtsanwältin Eva-Maria Goergen von der Kanzlei Bach Langheid & Dallmayr. Möglicherweise werde aber erst der Bundesgerichtshof abschließend entscheiden. Bei einem Konsortium unter Führung der Mannheimer hatte sich Heros mit 10 Mio. Euro Versicherungssumme abgedeckt, für weitere 90 Mio. Euro bei Lloyd's-Syndikaten. Makler war Marsh.
Heros hatte im Februar 2006 Insolvenz angemeldet, nachdem die Staatsanwaltschaft die Manager verhaftet hatte. Sie hatten Bargeld aus Transporten für Kunden auf eigene Konten gezahlt und mit großer Verzögerung weitergeleitet. "Es handelte sich um ein Schneeballsystem", sagte Anwalt Theo Langheid. Und das sei unter der Transportversicherung, die Heros hatte, nicht gedeckt.