Die Royal Bank of Scotland muss für die Fehler ihrer Versicherungstöchter büßen
Das rieben die Versicherern auch ihren Mitarbeitern in zwei Telefonkonferenzen unter die Nase - mit dem Hinweis, dass sie dafür sorgen sollen, dass die Formulare bei der FSA-Untersuchung in einer akzeptablen Form sind. "Die Firmen haben keine klaren Anweisungen erteilt, was dazu führte, dass die Mitarbeiter an den Formularen unangemessene Änderungen vorgenommen haben", sagte McDermott.
Die meisten Änderungen seien inhaltlich zwar geringfügig gewesen und den Kunden sei dadurch kein Schaden entstanden. "Die hohe Geldbuße soll aber Firmen zeigen, dass an die FSA gesandtes Material die wirkliche Lage widerspiegeln muss - und nicht wie Unternehmen sie gerne hätten", sagte McDermott.
Da sich Direct Line und Churchill einsichtig zeigten, reduzierte die FSA die Strafe um 30 Prozent. Ohne den Nachlass hätte die Geldbuße 3,1 Mio. Pfund betragen.
Die RBS muss ihre Versicherungstöchter im Gegenzug für Staatshilfe demnächst verkaufen. UK Insurance, die Obergesellschaft von Direct Line und Churchill, soll an die Börse gehen. Direct Line ist auch in Deutschland tätig.