Damit dem Aufenthalt kein finanzielles Fiasko folgt, sollten interessierte Familien eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung für das Au-pair abschließen. Einen Komplettbasisschutz gibt es ab 35 Euro im Monat.
Au-pairs bekommen ein empfohlenes Mindesttaschengeld von monatlich 260 Euro. Darüber hinaus sind die Gasteltern verpflichtet, Kost und Logis sowie die Fahrtkosten zum Sprachkurs zu übernehmen. In vielen Fällen bezahlen sie auch den Sprachkurs. Ob sie auch die Reisekosten des Au-pairs abdecken, ist Verhandlungssache. Unterm Strich zahlen großzügige Gasteltern somit für ihr Au-pair monatlich gut 1000 Euro.
Wer einen Gast aus dem Ausland aufnehmen will, darf ihn selbst anwerben. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt aber, auf einen professionellen Vermittler zurückzugreifen. Diese Agenturen verlangen in der Regel, dass die Gasteltern Versicherungen für das Au-pair abschließen. Immer mehr Interessierte verzichten allerdings auf einen Vermittler und suchen meistens im Internet nach Kandidaten.
Familien können den erwarteten Gast unbürokratisch online versichern. Um im Ernstfall trotz Police nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, müssen Gasteltern einiges beachten. "Der Versicherer sollte unabhängig vom Aufenthaltsstatus des Au-pairs zahlen", sagt Reinhard Bellinghausen, Geschäftsführer der Dr. Walter GmbH, die für die AMB-Generali-Töchter Central Kranken und Generali Au-pair-Policen als Paket verkauft.
"Ganz wichtig ist, dass die Krankenversicherung keinen Selbstbehalt vorsieht", sagt Markus Mantwill von der Firma Mawista Nord, der Au-pair-Policen für die Würzburger Versicherung vertreibt. Sonst müssen Au-pair oder Familie bei jedem Arztbesuch eine Eigenbeteiligung leisten. Schlimmstenfalls geht das Au-pair aus Angst vor den Kosten gar nicht erst zum Arzt, verschleppt möglicherweise Krankheiten oder steckt die Familie an.