Weil große Schäden ausgeblieben sind und das Kapitalanlageergebnis gut war, kann der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re mit einem starken ersten Quartal aufwarten.
Der Gewinn betrug 1,1 Mrd. Dollar (838 Mio. Euro), das ist mehr als die meisten Analysten erwartet hatten. Im Vorjahresquartal musste der Rückversicherer noch einen Verlust von 665 Mio. Dollar verbuchen. Damals hatten das Erdbeben in Neuseeland im Februar 2011 und der Tsunami in Japan im März das Ergebnis schwer belastet.
"Wir hatten einen sehr guten Start ins Jahr", sagte Finanzchef George Quinn. In diesem Quartal blieben große Schäden weitgehend aus. Größter Einzelschaden war die Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia, die Swiss Re mit 52 Mio. Dollar netto belastete.
Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 163,7 Prozent auf 84,9 Prozent der Beiträge. Ab einer Quote von 100 Prozent sind Ausgaben für Schäden sowie Vertriebs- und Verwaltungskosten nicht mehr durch Prämieneinnahmen gedeckt.
Die Prämieneinnahmen stiegen von 5,1 Mrd. Dollar auf 6,2 Mrd. Dollar, wobei vor allem die Sachrückversicherung kräftig zulegte. Bei den Vertragsverhandlungen im April, bei denen vor allem Policen in Asien neu verhandelt wurden, konnte die Swiss Re wegen der hohen Naturkatastrophenbelastung im vergangenen Jahr höhere Prämien durchsetzen. Das Preisniveau verbesserte sich um 17 Prozentpunkte.
"Wir erwarten, dass der Trend zu höheren Preisen weitergeht und sind bereit, hier mehr Kapital einzusetzen", sagt Finanzchef Quinn.