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Merken   Drucken   11.10.2011, 15:05 Schriftgröße: AAA

Zusammenschluss: DAK und BKK Gesundheit fusionieren zu Großkasse

Neues Bündnis im Gesundheitswesen: Mit der DAK-Gesundheit entsteht die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands. Die Verschmelzung soll den Kunden ab 2012 deutliche Vorteile bringen.
Die Deutsche Angestellten Krankenkasse und die BKK Gesundheit schließen sich zum Jahreswechsel zur DAK-Gesundheit zusammen. So entsteht eine der größten deutschen Krankenkassen, die dann rund 5,1 Millionen Mitglieder und rund 6,6 Millionen Versicherte betreut, teilte die DAK am Dienstag mit. Die fusionierte Kasse mit rund 850 Servicezentren wird Nummer drei auf dem Markt, hinter der Barmer GEK (8,6 Millionen) und der Techniker Krankenkasse (7,6 Millionen).
Die Kunden sollen keinen Zusatzaufwand haben. Alle Krankenversicherungskarten gelten weiter, alle Behandlungen können fortgesetzt werden, teilte die Kasse mit. Auch die Zusatzversicherungen bleiben bestehen.
Derzeit beschäftigen beide Kassen insgesamt rund 12.000 Mitarbeiter, davon rund 1600 bei der kleineren BKK Gesundheit, sagte ein DAK-Sprecher. Ein Personalabbau sei mit der Fusion nicht geplant.
"Mit dieser Verbindung zweier Stärken wird sich die DAK-Gesundheit deutlich von ihren Mitbewerbern abheben", sagte DAK-Chef Herbert Rebscher die Entscheidung der Verwaltungsräte. Nach Überzeugung des Vorstandes der BKK Gesundheit, Thomas Bodmer, bringt der Zusammenschluss der größten Betriebskrankenkasse und der drittgrößten Ersatzkasse für die Kunden deutliche Vorteile. Hauptsitz der fusionierten Kasse, die dem Verband der Ersatzkassen (vdek) angehören soll, wird Hamburg.
Dreiköpfiger Vorstand
Dem Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit werden 28 Versichertenvertreter sowie zwei Arbeitgebervertreter angehören. Der Haushalt der neuen Krankenkasse beträgt den Angaben zufolge 2012 rund 20 Mrd. Euro. Die konstituierende Sitzung des neuen Verwaltungsrates ist für Januar 2012 vorgesehen. Rebscher soll Vorstandsvorsitzender werden, sein Vize wird Claus Moldenhauer, der auch bisher Rebschers Stellvertreter war. Bodmer wird ebenfalls Mitglied im neuen dreiköpfigen Vorstand.
Krankenversicherungskarten verschiedener Krankenkassen (Archivbild).   Krankenversicherungskarten verschiedener Krankenkassen (Archivbild).
Kein Personalabbau geplant
Beide Kassen erhoffen sich mit der Fusion auch bedeutende Synergieeffekte. So würden Vertragsmanagement und Versorgungsangebote gebündelt. Derzeit werde die Technik auf die neue GKV Standardsoftware umgestellt. So sollen Verwaltungskosten reduziert werden. In Deutschland werden derzeit rund 70 Millionen Versicherte von rund 150 gesetzlichen Krankenkassen betreut.
  • AP, 11.10.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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