Welche Mailadresse soll ich angeben?
Meine private. Da kommen sowieso alle Mails an, egal ob von Freunden oder Geschäftspartnern.
Nur etwas für Leute mit Überblick. Wenn Sie über diese Adresse auch Viagra-Angebote und Aufrufe zur Knochenmarkspende erhalten, ist eine geschäftliche Anfrage mit unbekanntem Absender schnell gelöscht.
Die geschäftliche. Meine Privatadresse ist nur für meine Freunde da.
Privates und Berufliches trennen: Damit machen Sie am wenigsten falsch. Und Sie schicken später auch keine Massenmails mit dem Betreff "Die geilsten Bürosprüche" oder "Neue Fotos von Knutsch-Knut" versehentlich an einen Geschäftspartner.
Die offizielle Adresse meiner Firma - so ziehe ich gleich noch Aufträge für mein Unternehmen an Land.
Corporate Identity ist Ihrem Chef sicher recht. Vorsichtshalber sollten Sie ihn aber vorher fragen - nicht dass er Anfragen aus Online-Netzwerken am Ende gar nicht leiden kann.
Soll ich ein Foto hochladen?
Ja, mein eigenes in Passfotogröße. Damit die anderen Nutzer wissen, mit wem sie es zu tun haben.
Kann man machen, solange Sie auf dem Foto seriös aussehen. Grimassen oder Schnappschüsse von der letzten Betriebsfete schrecken eher ab.
Ein Symbolfoto, das auf meine Branche und mein Können hinweist.
Schwierig. Besucher Ihres Profils könnten leicht glauben, dass dahinter gar kein echter Mensch steckt, sondern eine dubiose Firma.
Gar keins. Die Leute sollen auf meine Fähigkeiten anspringen, nicht auf mein Äußeres.
Ein nobler Standpunkt. Aber auch Geschäftskontakte funktionieren nicht ohne die persönliche Ebene. Mit einem Foto steigern Sie Ihre Chancen: Viele Nutzer sortieren Profile ohne Foto von vornherein aus.
Soll ich die Firmen angeben, bei denen ich früher gearbeitet habe?
Na klar, und zwar alle, inklusive Praktika.
Wägen Sie ab: Wiegt die Unternehmensberatung schwerer, bei der Sie nur Kaffee kochen durften? Oder die unbekannte Startup-Klitsche, die Ihnen in zwei Monaten mehr beigebracht hat als Ihre jetzige Firma in fünf Jahren?
Nur meine aktuelle Firma; der Rest ist Vergangenheit.
Es kann sicher nicht schaden, noch den einen oder anderen Namen fallen zu lassen. Das kann ja auch bedeuten, dass Sie noch etwas anderes können als das, wofür Ihre aktuelle Firma steht.
Lieber nicht, die Branche genügt.
Falls die Interessenten Ihnen in Ihrer Branche sowieso die Tür einrennen, brauchen Sie den Firmennamen vielleicht nicht. Ansonsten ist ein leeres Feld hier schwierig: Man könnte Ihre Firma für unseriös halten. Oder Sie.
Welche Fähigkeiten soll ich Interessenten bieten?
Alles, was ich je gelernt habe, vom BWL-Diplom bis zum Motorrad-Führerschein.
Weniger ist manchmal mehr. Dass Sie die deutsche Grammatik beherrschen, setzen Geschäftskunden zum Beispiel voraus. Faustregel: Lassen Sie die Fähigkeiten weg, die Sie von anderen Menschen selbstverständlich auch erwarten.
Die Dinge, für die ich gut ausgebildet bin.
Der sicherste Weg - und auch der langweiligste. Jeder weiß, was Sie in Ihrer Branche können müssen. Wenigstens ein Bonbon, zum Beispiel eine seltene Fremdsprache, sollten Sie Interessenten schon hinwerfen.
Gar keine. Wer die Branche kennt, in der ich arbeite, der weiß auch, was ich kann.
Mit dieser Wahl schneiden Sie sich schnell ins eigene Fleisch. Man könnte denken, Ihre Ausbildung hätte gar nichts gebracht, und Sie treiben sich deshalb auf der Suche nach Kunden bei Xing herum.
Welche Soft Skills soll ich angeben?
Jede gute Eigenschaft, die meine Freunde mir je nachsagen würden.
Beschränken Sie sich auf die Dinge, die Ihnen im Job etwas nützen. Dass Sie immer witzig sind, gut zuhören und gern teilen, schätzen Ihre Freunde - Ihre Geschäftspartner nicht unbedingt.
Ein paar Sahnestücke wie Teamgeist, Belastbarkeit, Flexibilität.
Schreiben Sie nicht nur Selbstverständliches. Und: Schreiben Sie auch nur die Klassiker auf, die Sie wirklich verkörpern.
Keine, diese Selbstbeweihräucherung ist doch peinlich.
Ja, das sagt Stromberg auch immer.
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