Jene mit Patina gealterten Schätzchen, die zwar noch ganz gut in Schuss sind, aber nicht aussehen, als ob sie eben erst vom Fließband gefahren wären. Der Grund ist klar: Oldtimer sind ein abgeschlossenes Sammelgebiet. Also ist ihre Zahl limitiert. Die, die es gibt, werden nun nach und nach von ihren Besitzern mit viel Zeit und Geld restauriert.
Das ist schade: Denn bei jeder Restaurierung wird auch etwas zerstört. Der ursprüngliche Lack - durch moderne Hightech-Farbe ersetzt. Die brüchig gewordene Kuhhaut auf dem Lenkrad - gegen jenes moderne Leder getauscht, das in aktuellen Autos sterile Krankenhausatmosphäre verströmt. Offenbar folgen die meisten Oldtimer-Besitzer einem zwanghaften Trieb.
Der "Scheunenfund", der die Jahre im Urzustand in einer trockenen Garage überlebt hat, stirbt aus. An seine Stelle tritt der zu Tode restaurierte Hochglanzschlitten, der nur noch laut Zulassung ein Oldtimer ist, technisch jedoch manchen Neuwagen schlägt.