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  FTD-Serie: Der Kummerspeck der Deutschen

Die Deutschen sind zu dick. Zwar streiten Experten darüber, wie groß das Problem mit dem Übergewicht tatsächlich ist. Viele Ärzte, Politiker oder Lehrer sprechen aber bereits von einer Volksseuche. Laut Robert-Koch-Institut sind 15 Prozent der Kinder zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig und mehr als sechs Prozent fettleibig. Unsere Serie zeigt Ursachen, Hintergründe und Lösungsvorschläge.

Merken   Drucken   24.05.2007, 07:00 Schriftgröße: AAA

Aktionsplan gegen Übergewicht lässt Schulen kalt  

Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) wollen die Deutschen zu einem gesünderen Lebensstil bewegen. Eine Forderung: mehr Schulsport. Daraus wird aber nichts. von Annette Berger (Hamburg)
Zwei bis dreimal 45 Minuten Sport in der Woche ist die Regel an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland - wenn kein Unterricht ausfällt. "Real kommen wir im Schnitt auf 1,5 bis 2,5 Unterrichtsstunden", sagt Siegfried Eith, Sprecher der Sportkommission bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Zusatzprojekte oder Arbeitsgemeinschaften ergänzen das Angebot der deutschen Schulen, heißt es in den Kultusministerien mehrerer Bundesländer. Mehr Schulsport werde es künftig nicht geben.
Von dem Aktionsplan aus der fernen Hauptstadt Berlin lassen sich die Kultusminister der Länder im föderalen Deutschland nach eigenen Angaben wenig beeindrucken. Das ist ihr gutes Recht - denn sie allein sind zuständig für ihre Schulpolitik.
Auch die Opposition fand die Idee mit dem Sport gut
Damit dürfte eine der am meisten beklatschten Ideen der zwei Bundesminister im nationalen Kampf gegen das Übergewicht im Sande verlaufen. Seehofer und Schmidt hatten vor 14 Tagen unter großem Medienandrang ihre Pläne grob umrissen. Die Grundidee: Möglichst viele Teile der Gesellschaft sollen gemeinsam daran arbeiten, das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen zu ändern. Zwar hagelte es Kritik, da vielen Beobachtern der "nationale Aktionsplan" zu wenig konkret war. Die Forderung nach mehr Schulsport stieß jedoch auf einhellige Zustimmung. Auch die Opposition nickte.

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