Bildung wird weltweit zum nachgefragten Rohstoff. Immer mehr deutsche Hochschulen, Berufsschulen und Trainer wollen auf dem Markt mitmischen. In vielen Ländern sind Ausbildung und Studiengänge "made in Germany" begehrt.
Die Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (GPDM) exportiert Ausbildungsberufe zu Solartechnik. Der Komplettbaukasten ist gefragt, zum Beispiel in China und Ägypten. von Antonia Götsch
In China hat er Tischtennis gespielt, um mit Geschäftspartnern warm zu werden, und in Ägypten Tee getrunken. Verkauft hat er immer dasselbe. Markus Kamann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (GPDM), exportiert Ausbildungsberufe zu neuen Energien und Solartechnik als Komplettbaukasten.
Er liefert die Inhalte, vermittelt Kontakte zu Partnerunternehmen, bringt das begehrte Zertifikat der deutschen Handelskammer mit sowie Baupläne für Gebäude und Innenausstattung. Investoren vor Ort finanzieren den Bau und betreiben die Berufsschulen.
In Ägypten hat er einen Vertrag mit dem Millionär Samih Sawiris und dessen Firma Orascom Hotel and Development abgeschlossen. Nächstes Jahr sollen dort die ersten Azubis am German Solar Center anfangen, 100 Teilnehmer sind angepeilt.
"Das Konzept kann man überall umsetzen", sagt Kamann. Zwei Jahre vergehen im Schnitt bis eine Schule steht. Dann fließen bis zu 30 Prozent der Schulgebühren an die GPDM, auch noch in 15 oder 30 Jahren. "Eine sicherere Anlage", sagt er, "gibt es doch gar nicht."
Wie sorgt man dafür, dass ein Unternehmen innovativ bleibt? Wie viel Bauchgefühl ist bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern erlaubt? Antworten auf solche Fragen bietet künftig das neue Wissenskompendium impulse Wissen.
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