Bisher kommen die Ausländer noch zu ihm. Berthold Breid ist Vorstandschef der Renewables Academy in Berlin, kurz Renac. In den Seminarräumen in der Schönhauser Allee sitzen Iren, Araber und Senegalesen. Ingenieure, die lernen wollen, wie man eine Solaranlage baut. "In Deutschland gibt es viel Know-how zu erneuerbaren Energien, im Ausland gibt es eine hohe Nachfrage", sagt Breid. Südkorea decke zum Beispiel 90 Prozent seines Energiebedarfs über Importe und wolle das ändern.
Nach zehn Jahren in der Branche und zwei Büchern über Photovoltaik gründete Breid gemeinsam mit vier weiteren Gesellschaftern ein Weiterbildungsunternehmen. "Die Nachfrage können wir nicht allein in Berlin bedienen", sagt Breid.
Die Akademie, die in ihrem ersten Jahr etwa 40.000 Euro Umsatz pro Monat erzielt, soll ihren Ertrag durch Bildungsexporte verdoppeln. Im Februar starten die ersten Kurse in Südkorea, Taiwan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Lokale Partner übernehmen die Akquise und Logistik, in Südkorea zum Beispiel die Handelskammer. Die Renac fliegt ihre Dozenten ein. Zudem investieren die Berliner 20.000 Euro für ein mobiles Trainingscenter - einen Container, der Wechselrichter, Batterien und Montagesysteme zum Üben enthält. "Dann kommt die Akademie per Schiff zu den Ausländern."