Dann muss es beim Direktor des ASET, Lothar Sprenzel, schnellgehen. "Deutsche Pünktlichkeit und langen Vorlauf darf man hier einfach nicht erwarten", sagt Sprenzel. Obwohl seine Kunden ausschließlich deutsche Unternehmen in Spanien sind.
Das ASET wurde vor über 25 Jahren von Firmen wie
BASF und
Siemens gegründet. Die deutschen Unternehmen seien mit dem spanischen Ausbildungssystem unzufrieden gewesen und hätten sich über fehlende Praxiskenntnisse bei Berufsanfängern beklagt, sagt Sprenzel.
Heute versteht sich das Zentrum als kompletter Bildungsdienstleister. Einerseits ist es eine kaufmännische Berufsschule. Andererseits bietet es seinen Trägerunternehmen Dienste, die schon vor der Ausbildung beginnen. So rekrutiert, vermittelt und selektiert ASET spanische und deutsche Bewerber.
Wenn die einzelnen Betriebe das Profil ihres Wunschkandidaten angeben, vergleicht das Ausbildungszentrum diese Angaben mit den Bewerberdaten. Da kann es auch mal passieren, dass erst einen Tag vor Lehrbeginn ein passender Azubi gefunden ist.
Damit die Qualität der Lehre stimmt, wird am ASET nach deutschem Lehrplan mit zusätzlichen Kursen unterrichtet, etwa über spanische Zollbestimmungen. Die Deutsche Handelskammer für Spanien nimmt die Prüfungen ab und vergibt den in Deutschland anerkannten Berufsabschluss. Eine ideale Voraussetzung, um nach der Ausbildung für einen Job nach Deutschland zu gehen.